Real Madrid: Neuer Star nach der Pleite

Fußballspieler Luka Modrić im Duell mit einem Gegenspieler während eines Fußballspiels.
Der Verpflichtung des Kroaten Luka Modric überdeckt das Wehklagen nach der Niederlage des Meisters in Getafe.

Luka Modric ist im Anflug. Das war am Montag das Topthema der Medien in Madrid. Es wird geschätzt, dass der Kroate um 35 Millionen Euro von Tottenham zu Real Madrid wechselt. Der bald 27-jährige Kroate drängte damit die Negativ-Schlagzeilen in den Hintergrund. Denn Real Madrid hat am Sonntag in Getafe verloren und nach zwei Runden erst einen Punkt geholt. Es war die ersten Niederlage nach 24 Meisterschaftspartien.

Dumme Tore

Gonzalo Higuaín (28.) brachte die favorisierten Gäste in Getafe zunächst in Führung. Juan Valera (53.) sorgte dann nach der Pause für den Ausgleich. Eine Viertelstunde vor Schluss gelang Abdel mit einem Konter die Entscheidung. Erstmals seit fünf Jahren verlor Real trotz Halbzeitführung ein Spiel. Reals Trainer Jose Mourinho sagte danach: "Wir haben schlecht gespielt. Und die Tore, die wir bekommen, sind einfach lächerlich." Schon der Treffer beim Remis gegen Valencia zum Auftakt der Meisterschaft war ein solch lächerliches Tor. "Fünf Punkte Rückstand auf Barcelona", lautete eine Schlagzeile. Schon nach zwei Runden sei man gegen Barcelona in der Position des Jägers.

Linksverteidiger Fabio Coentrao saß nur auf der Bank und darf trotzdem nicht beim Rückspiel zum spanischen Supercup am Mittwoch auflaufen (live auf ATV, ab 22.20 Uhr), Barcelona hat das Hinspiel 3:2 gewonnen. Der Portugiese hatte den Schiedsrichter – und auch dessen Mutter – wüst beschimpft und sah zwei Minuten vor Ende der Partie die Rote Karte.

Weit besser als Real gelang dem Erzrivalen der Start in die Meisterschaft. Die Leistung beim 2:1 bei Osasuna in Pamplona war aber nicht berauschend. Joseba Etxarri hatte die Mannschaft aus dem Baskenland nach 17 Minuten in Führung gebracht. Aber es war wieder einmal Superstar Lionel Messi, der die Wende brachte – mit seinen Toren in der 76. und in der 80. Minute. Der 25-Jährige hält nach zwei Partien schon bei vier Toren.

Eine Premiere erlebte auch Tito Vilanova. Der Nachfolger von Pep Guardiola als Barca-Trainer wurde erstmals auf die Tribüne verbannt.

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