Rassismus-Vorwürfe: Terry vor Gericht

Ein Mann in einem grauen Anzug und rosa Krawatte inmitten einer Menschenmenge.
Der Chelsea-Spieler muss sich neun Monate nach dem Verbalduell mit Anton Ferdinand verantworten.

Neun Monate nach einer verbalen Auseinandersetzung auf dem Spielfeld muss sich Englands Fußball-Nationalspieler John Terry seit Montag wegen Rassismus-Vorwürfen vor Gericht verantworten. Dem Verteidiger von Champions-League-Sieger Chelsea droht allerdings nur eine Geldstrafe von maximal 2500 Pfund (3139 Euro). Der Prozess am Westminster Magistrates` Court soll bis zu fünf Tage dauern.

Terry soll im Premier-League-Spiel gegen die Queens Park Rangers im Oktober 2011 seinen dunkelhäutigen Gegenspieler Anton Ferdinand rassistisch beleidigt haben. Der 31-Jährige streitet die Vorwürfe ab. Zum Prozessauftakt wurden Videoaufnahmen der mutmaßlichen Beleidigung gezeigt. Terry bestand weiter darauf, er habe auf sarkastische Weise Worte wiederholt, die Ferdinand gesagt habe.

Der Verteidiger hatte unter anderem wegen des Vorfalls im Februar seine Kapitänsbinde in der englischen Nationalmannschaft abgeben müssen. Da dies auf Geheiß des Verbands (FA) erfolgte, erklärte der damalige Teamchef Fabio Capello daraufhin seinen Rücktritt. Unter Neo-Coach Roy Hodgson erreichte Terry mit dem Team bei der EM in Polen und der Ukraine das Viertelfinale.

Kommentare