© KURIER

Bundesliga
03/28/2013

Rapid verreist ohne Kapitän

Die Routiniers sind vor dem Spiel am Samstag in Ried verletzt oder nur Ersatz.

von Alexander Huber

Eine gesunde Mischung ist das Ziel. Der richtige Mix aus ein paar Routiniers, einem etablierten Stamm mit Spielern in den besten Jahren und möglichst vielen echten Talenten garantiert Erfolg.

So gesehen schaut Rapid derzeit richtig ungesund aus. Die schwarze Serie mit sieben sieglosen Spielen ist auch durch den aktuellen Zustand des Kaders begründet. Wo sind die in der Krise geforderten Führungsspieler zu finden, wenn es nicht einmal einen Kapitän gibt?

Einser-Kapitän Steffen Hofmann ist bis zum Saisonende verletzt. Sein Vertreter Markus Heikkinen in der Regel Ersatz, ebenso die Langzeit-Rapidler Stefan Kulovits und Markus Katzer. Bleibt nur noch ein Routinier: Branko Boskovic, aber der ist – richtig – verletzt, wenn auch wieder im Mannschaftstraining dabei.

"Es gibt für uns wichtigere Themen"

"Die Frage nach dem Kapitän haben wir uns noch nicht gestellt. Es gibt für uns wichtigere Themen", sagt Peter Schöttel vor der Abreise zur Schlüsselpartie am Samstag in Ried. Der Rapid-Trainer achtete in der Länderspielpause vor allem auf die Stimmung unter den Spielern und die Optimierung des eigenen Spiels. "Sofern das mit nur 13 Trainingsteilnehmern möglich war."

Gut möglich ist, dass in Ried ein Kapitän aufs Feld laufen wird, der bei der letzten Partie gegen die Admira nur Ersatz war: Christopher Trimmel übernahm als Joker beim 1:1 direkt die Schleife von Hofmann. Seine Premiere als Kapitän gab der Burgenländer im Herbst beim 3:0 in Mattersburg, als Rapid ebenfalls angeschlagen anreiste und mit der jüngsten Startelf seit Jahrzehnten die Wende schaffte.

"Bei der Kapitänsfrage geht es um Respekt im Team und wie lange jemand beim Verein ist", erklärt Trimmel. Sollte der Flankenspieler Ersatz sein, wäre Mario Sonnleitner der letzte verbliebene Stammspieler als Kandidat für die Führungsrolle.

Emotionales Duell

Bei Ried zählt Anel Hadzic zu den Führungsspielern. Trainer Michael Angerschmid überlegt allerdings, "ob es Sinn macht, ihn einzusetzen". Denn der Mittelfeldspieler tendiert zu einem Wechsel nach Hütteldorf.

"Ich glaube, dass Anel extra motiviert wäre, weil er sich empfehlen will", sagt Rene Gartler. Der Ex-Rapidler drängt selbst auf sein Comeback nach der Ellbogen-Luxation, als Ersatz für den gesperrten Zulj: "Ich bin fit und will spielen. Rapid ist zum Siegen verdammt, das wird ein kampfbetontes Spiel ergeben."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.