Sport | Fußball
04.11.2018

Rapid und das Rückstands-Trauma: Es fehlt Comeback-Qualität

Rapid hat momentan einige Sorgen. Eine davon: Seit mehr als einem Jahr gelang kein Sieg mehr nach einem Rückstand.

Das erste Tor im Spiel ist im Fußball wichtig, bei Rapid ganz besonders. Das hat der neue Trainer Didi Kühbauer vor der Partie in Altach (17 Uhr) schon erkannt. Zuletzt gab es nach den Führungstreffern beim WAC und gegen Admira souveräne Siege, davor leitete das 0:1 in Villarreal und Hartberg herbe Schlappen ein. „Ich kann mich kaum erinnern, dass wir nach einem 0:1 noch ein Spiel gewonnen haben“, sagte Stefan Schwab in Spanien.

Kein Wunder. In der Bundesliga ist das schon mehr als 13 Monate her. Am 23. September 2017 drehte Schwab gegen den WAC einen 0:1-Rückstand in ein 2:1, am Ende ab es ein 4:2 und acht Spiele ohne Niederlage.

Nur einmal glückte die Wende

Das 0:1-Trauma nahm aber seinen Lauf: 13 Ligaspiele mit einem Treffer zum 0:1 konnten seither nicht mehr gewonnen werden. Neun Niederlagen, vier Unentschieden lautet die Bilanz. Lediglich im Cup ist am 28. Februar die Wende gelungen, zuhause mit Glück gegen Zweitligist Ried (2:1).

Auf die fehlenden Comeback-Qualitäten angesprochen, sagt Kühbauer: „Wir dürfen nach einem 0:1 nicht kopflos werden. Einbauen werde ich die schlechte Serie in meine Match-Ansprache aber nicht, das belastet nur.“ Mit einem Grinser folgt die Erklärung: „Ich gebe nicht viel auf Statistiken. Vor allem, wenn ich nichts dafür kann.“

Auf der Suche nach einem Auswärtssieg in der Liga nach einem 0:1 kommt sogar Kühbauer-Freund Barisic ins Spiel. Vor unglaublichen dreieinhalb Jahren gelang unter dessen Führung durch Tore von Beric (2) und Schobesberger in der Rapid-Viertelstunde am 10. Mai 2015 ein 3:1 – übrigens in Altach.