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26.08.2018

Rapid siegt glanzlos gegen Wacker Innsbruck

Rapid kehrt in der Liga wieder auf die Siegerstraße zurück - gegen Wacker Innsbruck wurde es aber unnötig knapp.

Drei Ligaspiele ohne Sieg, der Sturz in die untere Tabellenhälfte, Proteste der organisierten Fanszene, Diskussionen um den Job von Trainer Goran Djuricin und am Donnerstag die vermutlich wichtigste Partie des Jahres in Bukarest gegen FCSB – die Ausgangslage von Rapid lässt sich mit einem Wort zusammen fassen: Druck.

Aufgabe gelöst, wie in den vergangenen fünf Heimspiele gab es gegen Wacker auch nach dem Wiederaufstieg der Innsbrucker einen Sieg – 2:1.

Sieg verlangt

 „Diesmal verlange ich einen Sieg“, hatte Djuricin als Reaktion auf sein verbales Hoppala nach dem 1:2 beim LASK angekündigt. Damals hatte der Chefcoach „Man kann nicht immer einen Sieg erwarten“ gemeint, aber verlangen gesagt – zur Empörung der grünen Fans.

Rapid war mit fünf Neuen und Deni Alar auf neuer Position hinter Mittelstürmer Andrei Ivan gestartet. Wacker begann mit zwei Neuen und kaum Fans im Gäste-Block. Als es die Tiroler in Minute 35 nach strengen Polizei-Kontrollen noch ins Stadion schafften, warfen sie zur Begrüßung einen Böller – und gingen fast geschlossen wieder ab. Die Rapid-Fans feierten lieber das 30-Jahre-Jubiläum der „Ultras“, nach dem Ende schrien ein paar „Gogo raus“.

Tor mit Ansage

Die alte Phrase „Ein Tor liegt in der Luft“ war selten so passend wie vor dem 1:0. Ab Minute zehn wurde der Druck immer größer, die Chancen immer mehr. Bei der besten Möglichkeit hielt Christopher Knett gegen Veton Berisha. Beim anschließenden Eckball war der Tormann aber machtlos. Thomas Murg hatte eine abgespielte Variante zur Mitte gebracht, Stefan Schwab köpfelte via Stange ein (18.).

Aber auch die Innsbrucker waren gefährlich. Bei einem Baumgartner-Kopfball war Strebinger zur Stelle (8.), gegen Zlatko Dedic kassierte der Tormann hingegen ein Gurkerl. Der überragende Marvin Potzmann rettete auf der Linie (25.).

Im Gegenzug hatte der schon davor fehlerhafte Schiedsrichter Schörgenhofer ein Blackout: Matthias Maak mähte Ivan von hinten ohne Chance auf den Ball nieder, es gab nur Gelb.

Kurz spannend

Nun ging es in einer flotten Partie hin und her. Cheikhou Dieng scheiterte an Strebinger, ebenso wie Ivan an Knett; Harrer bei einem Fersler am Fünfer hingegen an den eigenen Beinen.

Hälfte zwei begann mit einer Top-Chance von Philipp Malicsek – wieder gehalten. Auf einige Fehler folgte dann doch das für 17.400 Zuschauer erlösende 2:0: Alar auf Malicsek, Schuss, Knett hält und Alar ist in seiner Paradedisziplin zur Stelle: dem Abstauber (69.).

Die endgültige Entscheidung ließ Joker Christoph Knasmüllner mehrmals fahrlässig liegen. Und so musste Strebinger mehrmals retten und Christoph Freitag macht es gar noch einmal (kurz) spannend – 2:1 (89.).