Rapid schließt zwei Fan-Klubs aus

Auf der Tribüne eines Fußballstadions zünden Fans Rauchbomben und Bengalos.
Die Personen dürfen fünf Jahre lang kein Rapid-Match besuchen. Zudem erhielt Rapid Post von der UEFA.

Rapid Wien hat nach den Fan-Vorfällen im Europa-League-Auswärtsspiel gegen PAOK Saloniki eine erste Maßnahme getroffen.

Zwei Fan-Gruppierungen, die zu keinem Zeitpunkt als offizielle Fanklubs des Vereins geführt wurden, werden künftig bei Rapid-Spielen - auf nationaler und internationaler Ebene sowohl daheim als auch auswärts - nicht mehr zugelassen sein, gab Rapid am Mittwoch bekannt.

Man habe in der Vergangenheit oft den Dialog mit diesen (nicht genannten) Gruppierungen gesucht, dabei aber zur Kenntnis nehmen müssen, dass diese "mit dem Verein nichts zu tun haben wollen". Die Entscheidung wurde aufgrund zahlreicher Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit, die dem Verein direkt oder indirekt Schaden zufügten, getroffen.

Der Ausschluss der namentlich bekannten Mitglieder aus dem Vereinsleben erfolgt auf zweierlei Art. Sofern vorhanden durch den Entzug von Vereinsmitgliedschaften sowie durch die Verhängung von vorerst auf fünf Jahre ausgesprochenen Hausverboten. Für den gleichen Zeitraum wird es für diese Personen keine Karten für Auswärtsspiele geben, weiters wird ein österreichweites Stadionverbot bei der Bundesliga beantragt.

Berufung

Rapid hat am Mittwoch vom der UEFA die Begründung für die verhängte Europa-League-Strafe erhalten.

Damit läuft für die Wiener nun die Frist zur Ausführung der Berufungsschrift. Diese will Rapid "zeitnah" bei der UEFA einbringen, damit die Entscheidung vom UEFA-Berufungssenat noch vor dem Auftaktmatch der Europa League am 20. September in Wien gegen Rosenborg Trondheim fällt.

Wann der Berufungssenat zusammentritt und die endgültige Entscheidung trifft, ist noch nicht bekannt.

Die Kontroll- und Disziplinarkammer der UEFA verdonnerte die Hütteldorfer wegen der Vorfälle beim Auswärtsspiel in Saloniki zu einem Europacup-Heimspiel ohne Zuschauer sowie zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro. Für die Griechen setzte es sogar drei "Geisterspiele" und eine Pönale von 150.000 Euro. Rapid wird nun gegen dieses Urteil Einspruch einlegen.

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