Rapid: Gerson hat "riesiges Potenzial"

Ein Fußballspieler in gelbem Trikot jubelt mit erhobenen Armen.
Der 20-jährige Brasilianer kommt von Kapfenberg - aber nur leihweise. Boyd kostete weniger als 200.000 Euro.

Der Dienstag war für die sportliche Leitung bei Rapid mit Peter Schöttel und Stefan Ebner ein Feiertag. Der Cheftrainer und der Sportmanager konnten das Wunschprogramm durchziehen: Nach dem 21-jährigen Stürmer Terrence Boyd von den Dortmunder Amateuren kommt auch Innenverteidiger Gerson.

Der 20-jährige Brasilianer wird vorerst für ein Jahr aus Kapfenberg ausgeliehen, mit der Option auf eine weitere Saison. Einziger Wermutstropfen: Die Steirer haben bei Botafogo zeitgerecht ihre Option auf eine Mehrheitsbeteiligung an Gerson gezogen. Sollte der erste Brasilianer bei Rapid seit Fabiano (2008) einschlagen, müsste also 2014 über einen Kauf neu verhandelt werden. "Auch Boskovic war zuerst nur ein Leihspieler. Außerdem haben wir einen guten Draht nach Kapfenberg. Wir sind vor allem froh, dass wir einen Spieler mit riesigem Potenzial bekommen, weil auch deutsche Klubs hinter Gerson her waren", sagt Ebner.

"Gerson kommt noch diese Woche aus dem Urlaub, um mit uns zu trainieren. Wir werden uns auch um die sprachliche Integration kümmern", kündigt Schöttel an, der "Gerson in erster Linie als Innenverteidiger einplant. Wir wissen aber, dass er auch im defensiven Mittelfeld spielen kann".

Billiger Boyd

Boyd werden nach der Rückkehr von den Teamspielen mit den USA von Schöttel hingegen noch "ein paar Tage Urlaub" gewährt.

Die geplanten Transfertätigkeiten sind damit für Ebner erledigt: "Es gibt weder Anfragen noch Angebote für Spieler von uns. Deshalb stellt sich auch die Frage nach weiteren neuen Spielern nicht."

Da zum ersten Mal seit 2008 (voraussichtlich) kein Spieler mit Gewinn verkauft wird, musste auch bei den Ablösen gespart werden. Die in Deutschland genannten 400.000 Euro für Boyd hätte Rapid nicht bezahlt. Die tatsächliche Ablöse liegt knapp unter 200.000 Euro.

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