Sport | Fußball
12.05.2018

Rapid fordert müde Salzburger Mentalitätsmonster

Die Grünen wollen die schwarze Serie gegen den Meister im Schlagerspiel beenden. Sorgen in der Abwehr haben beide Klubs.

Salzburg bereitet sich auf das 60. Saisonspiel in nicht einmal zehn Monaten vor. Gegner Rapid ist vor dem Duell am Sonntag erst zu 38 Partien eingelaufen. Bei 21 Partien Unterschied rechnen sich die Hütteldorfer Chancen aus, den ersten Sieg seit elf Duellen gegen müde gelaufene Bullen zu erkämpfen.

„Wir sollten aber keine großen Töne spucken. Salzburg wird nicht nachlassen, das würde nicht zu ihnen passen. Das sind Mentalitätsmonster“, sagt Kapitän Stefan Schwab, der beim 2:1 im August 2015 getroffen hat.

Salzburg-Trainer Marco Rose räumt ein, dass beim Cupfinale Verschleißerscheinungen zu sehen waren: „Da hat man uns zum ersten Mal so richtig angemerkt, dass es schwer ist, noch zuzusetzen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man physisch und psychisch eine Oberkante erreicht.“ Nach dem 0:1 gegen Sturm wird Rose rotieren – in der Abwehr mehr als dem Deutschen lieb wäre. Ulmer und Onguéné sind verletzt, Pongracic gesperrt und auch Caleta-Car (Adduktoren) hat Schmerzen. Bei Rapid wird ebenfalls um den Abwehrchef gebangt: „Nach einem Belastungstest wissen wir, ob es sich bei Galvão ausgeht.“

Der gesperrte Kvilitaia dürfte im Sturm (wie beim 2:3 im Herbst) durch Schobesberger ersetzt werden.

Brisantes Vorspiel

Pragmatisch beantwortet Schwab, ob am Samstag die Daumen für Sturm (zur Absicherung von Platz 3) oder LASK (damit doch noch Platz 2 möglich wäre) gedrückt werden: „Das kann ich nur sagen, wenn ich wüsste, wie wir gegen Salzburg spielen.“