Rapid bleibt an Salzburg dran

Alar trifft beim 3:2-Sieg der Hütteldorfer in Ried im Doppelpack. Der Rückstand auf die Bullen beträgt weiter drei Punkte.
Ein Fußballspieler jubelt mit ausgestreckten Armen auf dem Spielfeld.

So macht die Bundesliga Spaß: Ried und Rapid lieferten sich im besten Spiel des Frühjahrs einen packenden Fight. Die Hütteldorfer hatten mit dem 3:2 das bessere Ende und haben damit noch die Chance, Salzburg im Heimspiel am Sonntag von der Tabellenspitze zu stoßen.

Bereits der Beginn war spektakulär. Rapid hatte Auflage, aber damit keinen Vorteil. Harald Pichler, der nach seiner Erkrankung wieder in die Mannschaft gekommen war, schoss Guillem an und ließ sich vom Spanier überlaufen. Tormann Lukas Königshofer rettete in höchster Not, der Nachschuss von Robert Zulj nach nur acht Sekunden wurde abgefälscht und kullerte neben das leere Tor.

Die Hütteldorfer, die es wie beim 1:0-Heimerfolg gegen Ried mit einem offensiven 4-1-4-1 versuchten, waren wachgerüttelt: Christopher Trimmels Kopfball ging nach drei Minuten vorbei.

Konterfußball

Wie perfekter Konterfußball aussehen kann, zeigte Rapid erstmals in der zwölften Minute: Stefan Kulovits, der die Alleinverantwortung im defensiven Mittelfeld bekam, eroberte gegen Anel Hadzic den Ball, sprintete durchs Mittelfeld und spielte einen Lochpass auf Deni Alar. Die Spitze war zu schnell für Thomas Reifeltshammer und traf durch die Beine von Thomas Gebauer zur Führung für die Gäste.

Die Innviertler wirkten geschockt, rutschten immer wieder auf dem vor Anpfiff gewässerten Rasen aus und ließen Rapid nach einem Outeinwurf gewähren. Alar spielte zurück auf Steffen Hofmann, der bei seinem Comeback gleich ein Tor auflegte. Und zwar für Guido Burgstaller, der in Minute 19 genau ins Eck traf – 0:2.

Entschieden war es damit aber noch lange nicht: Ried übernahm das Kommando. Marco Meilinger war kaum zu bremsen, seinen Schuss lenkte Michael Schimpelsberger gerade noch neben das Tor (28.).

Nach 39 Minute durfte erstmals die Mehrzahl der 6400 Zuschauer jubeln. Robert Zulj traf mit einem Abstauber nach einem Eckball zum 1:2 – allerdings aus Abseitsposition.

Alars Doppelpack

In Minute 51 folgte der zweite perfekte Konter. Wieder verlor Hadzic den Ball, diesmal an Hofmann, der wieder Alar freispielte. Der Steirer nahm Maß und traf via Innenstange zum 3:1. Das vermeintliche 4:1 durch Burgstaller wurde wegen eines Handspiels vor dem Torschuss nicht gegeben (69.). Damit blieb es spannend. Weil die bei Eckbällen sonst defensiv starken Rapidler nicht auf Nacho aufpassten – der Spanier verkürzte aus spitzem Winkel auf 2:3 (79.).

Ried setzte zu einem Powerplay an, auch, weil der erst nach 77 Minuten eingetauschte Thomas Prager noch Gelb-Rot sah (89.). Am Ende jubelten aber die Rapidler wie noch nie 2012.

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