Randale: Zürcher Derby abgebrochen

Sechs Menschen wurden bei den Ausschreitungen zwischen Grasshoppers- und FC-Zürich-Fans verletzt.

Deppen gibt es nicht nur in österreichischen Fußballstadien. Randalierer erzwangen am Sonntag den Abbruch des Zürcher Derbys zwischen dem Grasshopper Club und dem FC Zürich. Grasshoppers-Fans  hatten zur Provokation der gegnerischen Fans gestohlene FC-Zürich-Fahnen verbrannt. Daraufhin zogen vermummte FC-Zürich-Fans von der Südkurve durch die neutrale Osttribüne und warfen Leuchtkörper in den Fanblock der Hoppers-Fans. In der Folge kam es zu wüsten Schlägereien auf der Tribüne. Einige Zuschauer flüchteten auf die Laufbahn im Letzigrund. Der Schiedsrichter unterbrach sofort die Partie, da er der Meinung war, die Sicherheit sei nicht mehr gewährleistet. Er schickte die Spieler in die Kabinen. Nach fünf Minuten entschied er nach Rücksprache mit den Trainern der beiden Mannschaften, das Spiel abzubrechen. Zum Zeitpunkt des Abbruchs in der 77. Minute hatten die Grasshoppers 2:1 geführt. Beide Zürcher Traditionsklubs sind sportlich in der Krise, FCZ liegt auf Platz 8 der Zehnerliga, GC ist Neunter. Anders als in Wien tragen in Zürich Grasshoppers und FC Zürich ihre Heimspiele im selben Stadion, im Letzigrund, aus. Sechs Menschen wurden bei den Ausschreitungen verletzt, vier Randalierer wurde vorläufig festgenommen. Ein 28-Jähriger wurde wegen Körperverletzung bei der Staatsanwaltschaft Zürich angezeigt.
(KURIER.at / jos) Erstellt am
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