Sport | Fußball
05.10.2018

Ralf Muhr ist jetzt auch Austrias Sportdirektor

Der 48-Jährige erhält bei den Violetten noch mehr Kompetenzen als bisher als Technischer Direktor.

Die Wiener Austria hat Ralf Muhr mit einem noch größeren Verantwortungsbereich ausgestattet. Der Technische Direktor fungiert künftig in Personalunion auch als Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten. Der 48-Jährige erhielt zudem einen neuen Vertrag bis Ende der Saison 2020/21, gab der Club am Freitag bekannt.

„Ich freue mich über das Vertrauen des Vorstands, Präsidiums, Verwaltungs- und Aufsichtsrats der AG und stelle mich den großen Erwartungen sehr gerne“, erklärte Muhr in einer Stellungnahme. „Wir haben bei der Austria in allen Bereichen hervorragende Leute in Schlüsselpositionen.“

Er selbst war im Juni vom Akademieleiter zum Technischen Direktor aufgestiegen und hatte nach der Trennung von Sportdirektor Franz Wohlfahrt bereits dessen Agenden übernommen. „Ralf hat in den vergangenen vier Monaten, nachdem er die Aufgabe interimistisch übernommen hat, hervorragende Arbeit geleistet“, lobte AG-Vorstand Markus Kraetschmer.

Neben der Zusammenstellung des Trainerteams und Kaders der Kampfmannschaft erwähnte Kraetschmer auch die Entscheidungen bei den in der 2. Liga tätigen Young Violets, beim Damenteam oder die Bestellung von Rene Glatzer zum neuen Nachwuchs- und Akademiechef. Dazu strukturierte Muhr die medizinische Abteilung und das Scouting um.

Zufriedenheit

„Er hat diese Schritte nicht nur von A bis Z geplant, sondern auch sehr rasch zu unserer vollsten Zufriedenheit umgesetzt“, meinte Kraetschmer. Die Umstrukturierungen gelte es nun weiter voranzutreiben. „Der Fokus liegt natürlich in der Weiterentwicklung der Kampfmannschaft sowie dem Festsetzen in der Meistergruppe und damit einhergehend im Frühjahr die Qualifikation für einen internationalen Bewerb“, betonte Muhr.

Die Austria liegt nach neun Bundesliga-Runden in der Tabelle auf Rang vier. Elf Punkte fehlen auf Spitzenreiter Salzburg, aber nur vier auf den Zweiten St. Pölten. In der vergangenen Saison hatten die Wiener nach der Trennung von Trainer Thorsten Fink im Februar und der folgenden Bestellung von Thomas Letsch zu seinem Nachfolger einen Europacup-Startplatz verpasst.

Muhr ist mit Ausnahme eines kurzen Abstechers zum ÖFB seit 1994 für die Austria tätig. Zuerst Nachwuchs- und Amateure-Trainer fungierte er später als Chef der in Hollabrunn ansässigen Frank-Stronach-Akademie. Danach baute Muhr als Leiter die Austria-Akademie am Laaer Berg in Wien-Favoriten auf. Sein Vorgänger Wohlfahrt war Mitte Juni seines Amtes als Sportdirektor enthoben worden. Im August folgte die einvernehmliche Vertragsauflösung.