Quartalsbilanz in der Bundesliga

In der Bundesliga standen einander alle Teams einmal gegenüber. Die Überraschung ist Aufsteiger Admira.

Wer wissen will, wie die Admira in der Südstadt geschlagen werden kann, der braucht nur bei Admira-Stürmer Philipp Hosiner nachzufragen. Der 22-Jährige – Doppeltorschütze beim 2:1-Sieg der Admira gegen Salzburg – war es auch, der 2011 für die bislang einzige Heimpleite der Niederösterreicher verantwortlich zeichnete. Beim 1:3 am 1. April traf Hosiner ebenfalls doppelt – für die Vienna.

Sechs Monate später ist die Admira das Team der Stunde in der Bundesliga. Mit 18 Punkten und Tabellenplatz zwei sorgte der Aufsteiger für die bislang größte, nicht aber für die einzige Überraschung im ersten Viertel der Meisterschaft.

Ein Überblick ... Salzburg 

Für den Titelfavoriten endete in der Südstadt eine Serie von 14 Ligaspielen ohne Niederlage (saisonübergreifend), für Trainer Moniz war es gar die erste Auswärtspleite. Ein Minus im Titelkampf: Die Schlüsselspieler Alan, Mendes und Douglas sind langzeitverletzt. Admira 

Der Aufsteiger wirft Attraktivität in den ewigen Kampf gegen das Image der grauen Maus. Mit Erfolg. Siege gegen die Top 3 der abgelaufenen Saison (Sturm, Salzburg, Austria) – verbunden mit jeder Menge Action: Wenn die Admira mitwirkt, fallen im Schnitt mehr als drei Treffer. Sorgen bereitet der Erfolgslauf lediglich dem Finanzvorstand. Budgetiert wurden Prämien für 43 Punkte. Austria 

Die Kennzahlen stimmen: Die Austria spielt in der Europa League, hat mehr Punkte als vor einem Jahr, Rapid im Derby abgefertigt (3:0) und konnte den Heimfluch abschütteln. Außerdem bilden die Violetten mit der Admira die Torfabrik der Liga. Rapid 

Nach einem turbulenten ersten Viertel hat die Mannschaft das Konzept von Trainer Schöttel (aus einer sicheren Defensive dynamisch und variabel nach vorn spielen) verinnerlicht. Trotz vier Spielen ohne Treffer wurden drei Punkte mehr gemacht als vor einem Jahr und gleich acht Gegentore weniger zugelassen. Zuletzt konnten sich auch die Fans dazu durchringen, die Mannschaft wieder zu unterstützen. Ried 

In nur vier Monaten gingen dem Cupsieger aus diversen Gründen sieben Stammspieler verloren (Glasner, Prettenthaler, Stocklasa, Mader, Schrammel, Brenner und Royer). Der Platz in der oberen Tabellenhälfte wurde dennoch verteidigt. Sturm 

Der Kader ist größer und (bis auf den kaum zu ersetzenden Abwehrchef Schildenfeld) ausgeglichener als vor einem Jahr. Dennoch gehen Trainer Foda die Spieler aus. 

Neben den vielen Verletzten sorgt der mögliche Abgang von Teamchef-Kandidat Foda für Misstöne, während die Grazer letzte Saison noch auf leisen Sohlen zur Meisterschaft schleichen konnten. Wr. Neustadt 

Die erste Amtshandlung von Tormann Jörg Siebenhandl in der Saison war der Torjubel. Nach 81 Sekunden und aus ebenso vielen Metern überraschte der Neustädter Goalie sein Mattersburger Gegenüber mit einem Freistoß und veredelte das erste Tor der Saison mit dem Prädikat "kurios". 

Auf dem Spielfeld läuft es für den als Fixabsteiger gehandelten Klub überraschend rund, abseits davon fiel man negativ auf: El Maestro, 18, wurde wegen rassistischer Texte auf YouTube gestern entlassen. Innsbruck 

Manchmal stimmen sie doch, die abgedroschenen Fußball-Weisheiten. Die zweite Saison nach dem Aufstieg ist immer die schwierigste, was Wacker bislang bestätigt. Neun Spiele, acht Punkte, sieben Tore – Trainer Kogler muss diese Woche zum Rapport. Und das Geld, um nachzurüsten, fehlt auch. Kapfenberg 

Mit der schwächsten Defensive der Liga (20 Gegentore) droht eine längere Teilnahme am Abstiegskampf als in den letzten drei Saisonen. Außerdem sorgt der Streit von Vater und Sohn Gregoritsch mit den eigenen Fans für Unruhe in Kapfenberg. Mattersburg 

Als einziges Team der Liga sind die Burgenländer noch sieglos.

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(kurier / Alexander Huber, Philipp Albrechtsberger) Erstellt am
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