Polizei will Buffon befragen

Der Anlass dafür ist eine umstrittene Äußerung des Juventus-Goalies, in der er Ergebnisabsprachen relativierte.
Zwei italienische Fußballspieler, möglicherweise während eines Trainings, lächeln sich an.

Nach Domenico Criscito und Leonardo Bonucci droht mit Gianluigi Buffon ein dritter Nationalspieler in den italienischen Fußball-Wettskandal hineingezogen zu werden. Der Weltklassegoalie hatte in der vergangenen Woche in Bezug auf eine angebliche Ergebnisabsprache beim 2:2 im Zweitligaspiel zwischen Siena und Novara in der vergangenen Saison gesagt: "Wenn zwei Mannschaften Unentschieden spielen wollen, ist das ihre Sache. Manchmal sagt man: Zwei Verletzte sind besser als ein Toter."

Wie die Gazzetta dello Sport am Mittwoch berichtete, will die Polizei den Kapitän der Azzurri deshalb als Zeugen befragen. Derzeit gibt es aber keine Ermittlungen gegen den Keeper von Juventus Turin. Cremonas Staatsanwalt Roberto Di Martino hatte Buffons Äußerungen bereits als "deplatziert" kritisiert. "Vielleicht war es nur ein Missverständnis, aber derartige Äußerungen hätte er besser vermieden", meinte der Jurist.

An der angeblichen Ergebnisabsprache im Spiel zwischen Siena und Novara soll auch der damalige Siena-Coach Antonio Conte beteiligt gewesen sein. Gegen den jetzigen Juve-Trainer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Am Pfingstmontag durchsuchten Beamte sein Haus. Conte bestritt jegliche Manipulation. Auch gegen Sienas Klub-Präsident Massimo Mezzaroma wird ermittelt.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund

  • Hintergrund

Kommentare