Polen weist Kritik am Rasen zurück

Ein spanischer Fußballspieler schießt den Ball auf dem Spielfeld.
Dass der Rasen nicht vor dem Spiel nicht gewässert wurde, habe einen einfachen Grund: Italien war dagegen.

Der polnische Fußball-Verband (PZPN) wies die spanische Kritik am Rasen des EM-Stadions in Danzig am Montag entschieden zurück. Verbandspräsident Grzegorz Lato dementierte, dass das Gras zu lang gewesen sei. Zudem hätte Italien vor dem 1:1 gegen Spanien einer Bewässerung des Rasens nicht zugestimmt.

"Das Feld wird für viele Spiele gespritzt. Dafür bedarf es aber der Zustimmung beider Teams", betonte Lato im polnischen Radio. "Die Spanier wollten das Spielfeld befeuchten, die Italiener haben dem nicht zugestimmt."

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Auf einem langsameren Platz lässt sich das spanische Kurzpassspiel leichter unterbinden. "Für Italien war es die bessere taktische Option", erklärte der frühere Weltklasse-Stürmer Lato.

Die Spanier erwogen aufgrund des Zustandes des Rasens sogar einen Protest bei der UEFA, bis Montagmittag war dieser aber noch nicht eingegangen.

Polnische Medien berichteten, dass die zuständigen UEFA-Experten nach Spielende eine Kürzung des Rasens angeordnet hatten. "Was für ein Unsinn", ärgerte sich Lato, WM-Torschützenkönig von 1974. "Das Gras hatte die perfekte Länge."

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