Sport | Fußball
09.04.2012

Österreich profitierte von Platinis Reform

Die Europa League war der Motor des Aufschwungs der heimischen Bundesliga.

Österreich war ein Gewinner der ersten Europacup-Reform von Michel Platini 2009: Die Europa League ist zur Plattform der heimischen Klubs geworden. In den vergangenen drei Saisonen konnten sich die Bundesliga-Vereine neun Mal für die Gruppenphase qualifizieren. Zum Vergleich: Vor der Installierung der Europa League gelang dies in der Champions League und im UEFA-Cup von 1992 bis 2009 nur zehn Mal.

Auch die Verbesserung im UEFA-Länderranking von Platz 22 (2007) auf Platz 15 (2012) gelang nur dank der Erfolge in der Europa League. Österreich darf deshalb 2013/2014 mit fünf Klubs in den beiden Europacup-Bewerben teilnehmen.

Dies könnte nach der angedachten Abschaffung der Europa League anders sein: Österreichs Meister hätte dann zwar mit Sicherheit einen fixen Startplatz in der neuen Champions League, die ja auf ein Teilnehmerfeld mit 64 Klubs aufgestockt werden soll. Da aber davon schon zwölf Startplätze an die drei Topnationen gehen würden und auch die Meister der im Länderranking hinter Österreich klassierten Nationen fix dabei sein sollen, werden kaum noch vier Plätze in einer Qualifikation für die Bundesliga bleiben.

Weniger Startplätze im Europacup könnten gerade für Klubs wie Rapid und Austria gravierende Folgen haben. Denn Österreichs Vereine haben von der Europa League auch finanziell profitiert.

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