Österreichs Frauen feierten im Regen von Portugal einen 2:1-Arbeitssieg
Der Wind peitsche den Regen durch das nicht überdachte Stadion in Povao do Varazim, einer Kleinstadt an der Atlantikküste nördlich von Porto. Österreich trat zur vierten Partie der Nations League im kleinen Oval des Drittligisten an. Der befürchtete Hexenkessel blieb aus, weil etliche der 6.000 Fans angesichts des Wetters ihre Karten nicht nutzten.
Am Freitag hatte Österreich in Altach Portugal mit 2:1 geschlagen. Also ließ Teamchefin Irene Fuhrmann die Startelf unverändert. Im Spielverlauf jedoch war einiges anders als vor vier Tagen. Damals hatten die Österreicherinnen die erste Halbzeit verschlafen, Portugal hatte mit ihnen Katz und Maus gespielt. Diesmal hielten die Österreicherinnen dagegen und damit das Spiel mehr als offen. Vor allem nach schnellem Umschaltspiel hatten die Österreicherinnen gute Chancen. In der 13. Minute kam Zadrazil im Strafraum frei zum Schuss, knallte den Ball aber an die Latte.
Teamchefin Irene Fuhrmann peitschte ihre Spielerinnen nach vorne
Und die Portugiesinnen? Die hatten eine gute Chance, doch Jessica Silva schoss in der 35. Minute knapp neben das Tor. Allerdings waren sie es, die – im Gegensatz zu Altach – stärker aus der Kabine kamen. Doch die Österreicherinnen überstanden die erste Sturm- und Drangphase. Dann ging es Schlag auf Schlag.„Wir haben das Spiel heute mit unserer unglaublichen kämpferischen Leistung gewonnen. Ich bin unglaublich stolz auf das Team, denn jede Spielerin hat heute alles für den Erfolg getan. Sechs Punkte aus diesen zwei Spiel ist Wahnsinn“, jubelte Kapitänin Sarah Puntigam.
Marina Georgieva (l.) gewann fast jeden Zweikampf gegen Diana Silva
Pinther kam und traf zur Führung
Nach einem Pass von Georgieva ließ die eingewechselte Pinther Torfrau Morais keine Chance (72.). Dann leisteten sich die Österreicherinnen gleich nach der Mittellinie einen Ballverlust, Capeta war nach einem Pass auf und davon und umkurvte auch die herauseilende Torfrau Zinsberger (75.). Portugal war gerade fertig mit dem Jubel, als Höbinger auf Campbell spielte, die allen davon lief und den Ball zum 2:1 ins kurze Eck schoss. „Das Spiel war unheimlich eng, Chancen auf beiden Seiten. In der zweiten Halbzeit sind die Portugiesinnen phasenweise aufgekommen, wir haben gut dagegengehalten. Wir waren richtig stark im Kopf, nach dem 1:0 das 1:1 wegzustecken und gleich wieder in Führung zu gehen. Riesenkompliment an das gesamte Team“, resümierte die Teamchefin.
Fuhrmann freut sich über die gute Ausgangsposition
Das war ein großer Schritt zu Platz zwei in der Gruppe, der den Verbleib in Liga A der Nations League sichert. „Wir sind überglücklich, dass wir die drei Punkte holen konnten, dass wir eine unglaublich gute Ausgangsposition für Dezember geschaffen haben, das war unser Ziel“, erklärte Irene Fuhrmann.
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