Sport | Fußball
05.12.2011

ÖFB: Updaten, sondieren, andenken

Am 18. November will der Verband einen Constantini-Nachfolger präsentieren. In dieser Zeit hat man sich eniges vorgenommen.

Bis spätestens 18. November soll ein neuer Teamchef gefunden sein. Gute zwei Monate hat der ÖFB also noch Zeit einen Nachfolger für Didi Constantini zu finden.

In diesen zwei Monaten hat sich der ÖFB einiges vorgenommen: Zuerst muss von noch unbekannten Experten ein Anforderungsprofil erstellt werden. Genau genommen, wird es nicht erstellt, sondern "mit einem Update versehen", wie es ÖFB-Präsident Leo Windtner bezeichnete. Dann erst kann mit den Sondierungen begonnen werden.

Nachdem sondiert wurde, will Windtner dem ÖFB-Direktorium einen Kandidaten vorschlagen. Das allerdings erst Rücksprache mit ebenfalls noch ungenannten Experten. Dann erst kann das Direktorium einen Teamchef bestellen.

"Neue Basis"

Und weil man grad beim machen ist, will man gleich noch die Kompetenzbereiche der sportlichen Führung neu ordnen. Jedenfalls denkt man das beim Fußballbund an. "Wir werden die gesamte Struktur rund um die Nationalmannschaft beleuchten, verbessern und auf eine neue Basis stellen", erklärte Windtner am Mittwoch in der ZIB 2. "Ich kann dem nicht vorgreifen, aber wir werden eine Strukturreform andenken", versprach Windtner und kündigte an, sich in diesem Zusammenhang bei anderen Nationalverbänden "umzuschauen".

Einen Imageverlust für den ÖFB, das Nationalteam und den österreichischen Fußball generell durch die Turbulenzen der vergangenen Tage befürchtet der Oberösterreicher nicht. "Dieses Gefühl kann man gar nicht haben, wenn man sich vor Augen führt, dass 189.000 Zuschauer zu unseren fünf Heimspielen in der EM-Qualifikation gekommen sind", meinte Windtner.