Reinhard Herovits ist zufrieden mit der Entwicklung der Liga.

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Sport Fußball
02/20/2019

Neue Meistertrophäe in 2. Liga - Aufstiegskampf Fall für zwei

"Wir sind zufrieden bis sehr zufrieden mit der Entwicklung", sagt Liga-Vorstand Herovits über den ersten Herbstdurchgang.

Der Champion der neuen 2. Liga wird mit einer neuen Meistertrophäe gekürt. Die Fußball-Bundesliga präsentierte am Mittwochabend im Rahmen einer Podiumsdiskussion das in Schildform gehaltene Stück. Sieben Kilogramm schwer und aus Aluminium und Edelstahl gefertigt, soll die Trophäe die Eigenständigkeit der Liga präsentieren, wie Liga-Vorstand Reinhard Herovits anmerkte.

Zwei Tage vor dem Auftakt in die Frühjahrssaison der durch das Bewerbs-Sponsoring eines Sportwettanbieters künftig als "HPYBET 2. Liga" firmierenden Liga sah Herovits eine sportlich gesehen "extrem spannende" Ausgangslage. Wattens liegt als Tabellenführer und erster Aufstiegskandidat sechs Zähler vor dem Dritten SV Ried. Der Zweite Blau Weiß Linz hat keine Ambitionen, den Sprung in die Bundesliga zu wagen. Der Vierte Kapfenberg hat schon zehn Zähler Rückstand auf Platz eins.

"Wir sind zufrieden bis sehr zufrieden mit der Entwicklung", sagte Herovits über den ersten Herbstdurchgang der neuen, semi-professionell geführten 16er-Liga. Wirtschaftliche Prognosen seien aber noch nicht abzugeben. Immerhin berichtete Michael Obermair, Vizepräsident von Liga-Neuling Vorwärts Steyr, dass die Oberösterreicher ihr Budget durch die zusätzlichen Einnahmen durch Zuschauer und Sponsoring von 800.000 Euro auf 1,2 Mio. Euro anheben konnten.

Kein Interesse am Aufstieg

Umso mehr irritiert die Bundesliga, dass offenbar nur wenig Interesse aus den Regionalligen besteht, in die zweithöchste Spielklasse aufzusteigen. Zehn Interessenten gab es im Herbst bei einem Workshop, am 3. März ist der Stichtag für eine verbindliche Zusage für die kommende Saison. Derzeit rechnet die Liga nur mit je einem Bewerber aus den drei Regionalligen. Herovits nannte Dornbirn (West), Mauerwerk (Ost) und den GAK (Mitte). "Obwohl der Direktaufstieg nun gewährleistet ist, hält sich das Interesse in Grenzen", meinte der Liga-Vorstand.

Nur der Erste und Zweite jeder Regionalliga ist aufstiegsberechtigt. Eine Ausnahmeregelung wie im Vorjahr wird es heuer nicht geben. Sollten sich sportlich nur zwei Vertreter aus den drei Regionalligen qualifizieren, wird es aus der 2. Liga auch nur zwei anstelle von drei Absteigern geben. Als Problemfeld wird weiter die Infrastruktur gesehen, obwohl sich die Stadion-Kriterien durch das neue Format merkbar gelockert haben.

Groß ist der Sprung weiter von der 2. Liga in die Bundesliga. Dies merkt auch Wattens. Im Gernot-Langes-Stadion (5.500 Plätze) würde noch eine Rasenheizung und die vorgeschrieben Anzahl an Sitzplätzen fehlen, berichtete WSG-Sportmanager Stefan Köck. Es gebe Pläne, das Stadion zu adaptieren. Dies wird aber dauern. Im Fall des Aufstiegs würde Wattens deshalb ins Innsbrucker Tivoli-Stadion ausweichen müssen. "Ich gehe davon aus, dass es im ersten Jahr so sein wird", erklärte Köck.

Wacker Innsbruck II, das seine Spiele derzeit ebenfalls im Tivoli-Stadion bestreitet, müsste in diesem Fall ausweichen, um Liga-Statuten zu erfüllen. Die Amateure des Bundesligisten würden dann in Wattens spielen, sagte Köck auf eine diesbezügliche Frage.

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