Sport | Fußball 16.05.2018

Nach WhatsApp-Fauxpas: Saudischer Referee lebenslang gesperrt

Fahad Al Mirdasi hat sich mit seiner Message ins Knie geschossen. © Bild: AP/Eugenio Savio

Der für die WM vorgesehene Fahad Al Mirdasi wollte das Cupfinale manipulieren.

Der für die WM vorgesehene saudische Schiedsrichter Fahad Al Mirdasi ist in seiner Heimat wegen versuchter Spielmanipulation lebenslang gesperrt worden. Das gab der Fußballverband von Saudi-Arabien (SAFF) am späten Dienstagabend bekannt.

Al Mirdasi gestand, dass er gegen Bezahlung angeboten habe, das nationale Cup-Finale zu Gunsten von Al-Ittihad zu manipulieren. SAFF ersuchte die FIFA, über den Referee eine weltweite, lebenslange Sperre zu verhängen und ihn von der Liste der WM-Schiedsrichter für Russland zu streichen. Al Mirdasi ist seit 2011 auf der FIFA-Schiedsrichterliste, beim Confederations Cup 2017 in Russland war er im Einsatz.

Der 32-jährige Al Mirdasi hatte sich mit seinem Manipulationsvorhaben per WhatsApp an Al-Ittihad-Chef Hamad Al-Senaie gewandt, der die Nachrichten sofort an Funktionäre des nationalen Verbandes weiterleitete. Al Mirdasi wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen, wo er sein korruptes Vorgehen gestand.

Al-Ittihad gewann das Cup-Finale gegen Al-Faisaly, als Schiedsrichter fungierte der ehemalige FIFA-Referee Mark Clattenburg.

( Agenturen , mod ) Erstellt am 16.05.2018