Sport | Fußball
04.09.2018

Nach Steuerdelikt: Mourinho akzeptiert Haftstrafe

Der Portugiese soll sich mit den spanischen Steuerbehörden geeinigt haben. Hinter Gitter muss er nicht.

Manchester-United-Coach  Jose Mourinho soll sich laut Informationen der Zeitung El Mundo auf einen Deal mit den spanischen Steuerbehörden geeinigt haben. Demnach soll der Portugiese bereit sein, eine einjährige Haft- und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro zur Einstellung eines Steuerhinterziehungsverfahrens zu akzeptieren.

Mourinho wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Trainer von Real Madrid in den Jahren 2011 und 2012 insgesamt 3,3 Millionen Euro Steuergeld aus Bildrechten hinterzogen zu haben. Ins Gefängnis muss der 55-Jährige nicht, weil in Spanien Haftstrafen bis zwei Jahren für ein derartiges Erstvergehen zur Bewährung ausgesetzt oder in eine zusätzliche Pönale umgewandelt werden.

Football Leaks sei Dank

Die Vorwürfe der Steuervermeidung waren durch von der Enthüllungsplattform Football Leaks weitergegebene Dokumente laut geworden. Sie zeigen, wie Mourinho versucht hat, Geld am Fiskus vorbeizuschleusen. Dazu trat er etwa seine Bildrechte an eine Firma ab, die dem Coach fällige Steuern ersparen sollte.

Die genannte Beraterfirma Gestifute von Star-Manager Jorge Mendes, bei der auch Cristiano Ronaldo unter Vertrag steht, hatte diesbezügliche Vorwürfe umgehend dementiert. Ronaldo hat mittlerweile u.a. eine Geldstrafe in Höhe von 18,8 Millionen Euro akzeptiert. Mourinho dürfte sich nun ebenfalls geständig gezeigt haben. Laut El Mundo wurde Mourinhos Abkommen "durch die Hand des gleichen Anwalts geschlossen, der den Pakt seines Landsmannes Ronaldo besiegelt hat". Es handle sich dabei um Ex-Richter Jose Antonio Chochlan.