Mourinho: "Es war ein fürchterliches Spiel"

José Mourinho bei einer Pressekonferenz.
Der Portugiese ließ nach dem 1:2 in Getafe seinem Ärger freien Lauf - Reals schwächster Saisonstart seit 2001.

Vier Unentschieden und nur zwei Niederlagen bei nicht weniger als 32 Siegen standen in Reals jüngster Meistersaison zu Buche. Nach zwei Spieltagen der neuen Kampagne in der spanischen Primera Division liegen die Königlichen aus Madrid bei nur einem eroberten Zähler und dem schwächsten Start seit 2001 nun klar hinter ihren Ansprüchen. Dem 1:2 im Madrider Vorort Getafe folgte für die Real-Stars am Sonntagabend eine Schelte von Trainer Jose Mourinho.

Der mit öffentlicher Kritik an der eigenen Mannschaft stets zurückhaltende Portugiese ließ seinem Ärger freien Lauf. "Real war sehr schlecht, es war ein Match, das man so nicht akzeptieren kann", meinte Mourinho mit ernster Miene. Besonders ärgerte sich der Star-Coach darüber, dass Real eine 1:0-Halbzeitführung nach einem Treffer von Gonzalo Higuain (27.) vergeigte. Dies war beim Rekordmeister zuletzt vor über fünf Jahren der Fall. Für Real war es außerdem die erste Liga-Pleite nach 24 ungeschlagenen Spielen in Serie.

Spieler beim Namen nennen wollte Mourinho bei seiner Kritik nicht. "Die einzige Botschaft, die ich heute mitgeben kann, ist, dass es eine verdiente Niederlage für uns war. Es war ein fürchterliches Spiel", betonte der Real-Trainer, den vor allem das 1:1 durch einen Kopfball von Juan Valera (53.) nach einem Freistoß ärgerte. Bereits beim 1:1 gegen Valencia zum Auftakt hatte Real ein ähnliches Tor kassiert.

"Das waren zwei lächerliche Tore", sagte Mourinho. Die Pleite seines Teams perfekt machte in Getafe Abdel Barrada (75.) aus einem Konter. Ein wenig sprachlos waren danach auch etliche Real-Profis. "Das war ein Rückschlag, den wir so nicht erwartet haben", gab Xabi Alonso zu Protokoll.

Die auf Platz 15 rangierenden Madrilenen liegen nun bereits fünf Zähler hinter Barcelona. Der Erzrivale drehte dank eines späten Doppelpacks des bereits bei vier Saisontoren haltenden Lionel Messi (76., 80.) in Pamplona ein 0:1 ein wenig glücklich in einen 2:1-Erfolg. Osasunas Nino hatte zuvor das 2:0 für Osasuna vergeben. Mit sechs Zählern liegt "Barca" nun standesgemäß an der Tabellenspitze, Tito Vilanova darf sich über einen angenehmen Start in seiner Rolle als Cheftrainer freuen. Am Mittwoch könnte der Guardiola-Nachfolger in Madrid erneut Prestigepunkte sammeln. Im Supercup-Rückspiel verteidigt Barcelona gegen Real einen 3:2-Vorsprung.

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