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Sport Fußball
01/30/2021

Möchtegern-Bayern-Jäger: Leverkusen fordert Leipzig

„Beide sind gut gestartet, haben zuletzt aber nicht verlässlich gepunktet. Deshalb ist Bayern weggezogen“, sagt Julian Nagelsmann.

RB Leipzig und Bayer Leverkusen haben zumindest im ersten Drittel der deutschen Fußball-Bundesliga-Saison mit dem FC Bayern mitgehalten. Im direkten Duell geht es nun am Samstag aber wohl nur noch um den Trostpreis. „Bei beiden Mannschaften ist es fast schon ein klassischer Verlauf“, sagte Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann. „Beide sind relativ gut gestartet, haben zuletzt aber nicht mehr verlässlich gepunktet und sind ins Straucheln geraten. Deshalb ist Bayern weggezogen.“

Leipzig hat nur eines seiner vergangenen vier Ligaspiele gewonnen. Bei Bayer ist die Bilanz mit einem Erfolg aus sechs Versuchen noch verheerender - zumindest für ein Team, das bis kurz vor Weihnachten noch die Tabelle angeführt hat.

In Leipzig steht trotz der selbst verbauten Meisterträume ein richtungsweisendes Spiel an. Gewinnt RB, verdoppelt man den Vorsprung vor Leverkusen auf sechs Punkte und festigt immerhin Platz zwei. „Hinter den Bayern geht es sehr eng zu. Darum ist es sehr bedeutend, die Distanz zur Konkurrenz mindestens gleichzuhalten“, betonte Nagelsmann. Wenn schon keine Meisterschale, dann wenigstens das Ticket zur Königsklasse. Sozusagen als Trostpreis.

Blumige Worte

Im Vorfeld verteilte der 33-Jährige ungewohnt blumige Worte an seinen Leverkusener Amtskollegen. „Peter Bosz ist einer der fähigsten Trainer in Europa. Er lässt einen sehr geilen Fußball spielen“, befand Nagelsmann. Das sieht auch Bosz (57) so. „Ich glaube, dass die Spiele von Bayer fast immer gut anzuschauen sind“, sagte der 57-Jährige. „Wenn zwei nach vorne spielen wollen, wird das ein attraktives Spiel. Leipzig spielt zu Hause, will nach vorne.“

Allerdings ist Leverkusen gerade auch auf der Suche nach sich selbst - zumindest mit Blick auf die Ergebnisse. „Wichtig ist, dass wir Punkte holen und versuchen, wieder in einen guten Lauf zu kommen“, betonte Bosz, der unter anderem auf den verletzten Julian Baumgartlinger verzichten muss.

Sein Widerpart Nagelsmann will die Bayern nicht davonziehen lassen. „Ich sehe immer eine Gefahr, wenn ein Ziel weggeht und man eine größere Distanz hat“, sagte der RB-Coach. „Deshalb habe ich den Jungs gesagt, dass wir immer noch eine gute Ausgangsposition in drei Wettbewerben haben und unsere Ziele noch immer erreichbar sind.“ Die Spannung in der Liga, betonte Nagelsmann, brauche man zudem, um in den anderen Wettbewerben Top-Leitungen abzurufen.

Deshalb strich Nagelsmann seinen Spielern um Kapitän Marcel Sabitzer nach der Niederlage in Mainz den freien Montag und bat am Abend zur Videositzung ins Trainingszentrum. Er will damit zeigen, dass er aus der Vergangenheit gelernt hat. „Als wir in der letzten Saison für ein paar Spieltage nicht ganz so performed haben, habe ich die Jungs in Ruhe gelassen. Diesen Fehler will ich nicht erneut machen“, sagte Nagelsmann.

Die Bayern empfangen mit David Alaba, aber ohne die corona-positiven Leon Goretzka und Javi Martinez die TSG Hoffenheim, deren Trainer Sebastian Hoeneß bis zur Vorsaison die zweite Mannschaft des Rekordchampions betreute. Der Vierte Wolfsburg trifft mit Coach Oliver Glasner daheim auf den SC Freiburg. Adi Hütter, der zweite österreichische Trainer im deutschen Oberhaus, empfängt mit Eintracht Frankfurt die Berliner Hertha, bei der Pal Dardai sein Comeback als Coach gibt.

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