Messi läuft schon wieder rund
Die Sporttageszeitungen in Barcelona sind wieder beruhigt. "Messi trainiert schon wieder mit der Mannschaft", titelte El mundo deportivo und stellte ein Video auf die Homepage, weil gestern die ersten 15 Minuten des Trainings für Medien zugänglich waren. Die Zeitung schreibt, dass sich der 25-jährige Argentinier komplett erholt hat, vom Schlag auf den Fuß, den er am Montag abbekommen hat. Er könnte am Samstag in Tanger gegen Raja Casablanca antreten. Das ist das zweite Vorbereitungsspiel dieser Saison. Das erste – und damit die Premiere von Guardiolas Nachfolger Tito Vilanova auf der Bank – hat Messi wegen der Verletzung verpasst.
Und diese Tatsache stößt den Verantwortlichen des Hamburger SV noch immer sauer auf.
Verärgert
Die Bild-Zeitung schrieb: "Die Messi-Verarsche von Hamburg". Der HSV hatte den FC Barcelona verpflichtet, wollte seinen Fans den besten Fußball der Welt bieten. Und dann fehlte gerade der. HSV-Boss Carl E. Jarchow: "Bitter. Messi ist derjenige, der die Leute am meisten interessiert hat." Diesen Leuten war der Auftritt des dreifachen Weltfußballers auch viel wert. Bis zu 55 Euro bezahlten sie, um Weltfußballer Messi zu sehen. Doch dann hatte Barca-Trainer Tito Vilanova am Tag vor dem Spiel erklärt: "Wir haben erst nicht gedacht, dass es was Schlimmes ist. Aber uns ist das Risiko zu groß."
Nicht nur die Fans waren wütend, auch der HSV-Vorstand. 1,2 Millionen Euro kostete der Barcelona-Spaß. Letztlich mussten die Deutschen nur 800.000 Euro zahlen, weil es im Vertrag eine 400.000-Euro-Messi-Klausel gab.
Der HSV ließ rechtlich prüfen, ob nicht auch die 800.00 Euro zu viel waren, weil ja bis auf Dani Alves kein Star dabei war, weil gleich zwölf Spieler aus der zweiten Mannschaft dabei waren. "Die ärgern sich selbst, weil sie einen wirtschaftlichen Schaden erlitten haben. Dabei wollen wir es belassen", schloss gestern Finanzvorstand Joachim Hilke die Sache ab. Doch auch dieses "Barcelönchen", diese aufpolierte C-Truppe, war zu stark für die Hamburger und gewann mit 2:1.
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