Sport | Fußball
02.05.2018

Manchester City: 1,5 Milliarden für drei Meistertitel

Transferwahnsinn: Kein Klub gab in den letzten zehn Jahren mehr Geld aus als die Engländer.

Manchester City vor dem FC Barcelona, Paris Saint Germain, Chelsea und Manchester United – das ist die Tabelle der Transferausgaben der vergangenen zehn Jahre, die von der Gazzetta dello Sport veröffentlicht wurde.

Allein diese fünf Vereine sind verantwortlich für ein Fünftel der Transfersummen, die in diesem Zeitraum im Weltfußball getätigt wurde. 20 Prozent oder umgerechnet: sieben Milliarden Euro.

Den Vogel schießt dabei Manchester City ab: Der englische Klub, der auf die Gunst und Unterstützung reicher Scheichs aus den Emiraten setzen darf, gab auf dem Transfermarkt im vergangenen Jahrzehnt 1,583 Milliarden Euro aus. Für diese Investitionen fiel der Ertrag vergleichsweise mager aus: Die Citizens holten gerade einmal drei Meistertitel in der Premier League,international konnten sie keine Titel einfahren.

Bodenständigen Galaktischen

Anders sieht das beim FC Barcelona aus. Die Katalanen liegen im Ranking der Transferausgaben mit 1,150 Milliarden Euro zwar an zweiter Stelle, bei drei Champions League-Triumphen und sieben nationalen Meistertiteln stimmt aber das Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Auf den weiteren Plätzen landen Paris SG (ebenfalls 1,150 Milliarden Euro), der FC Chelsea (1,137) und Manchester United (1,018). Während die beiden englischen Vereine in den vergangenen zehn Jahren zumindest internationale gewinnen konnten, beschränkten sich die Erfolge von Paris auf die heimischen Bewerbe.

Und Real Madrid? Die Galaktischen wirken mit Transferausgaben in Höhe von 977 Millionen Euro vergleichsweise bodenständig. Der Titelverteidiger und neuerliche Champions League-Finalist nach dem Aufstieg gegen die Bayern liegt damit an sechster Stelle.