Maierhofers magische Momente

Bilder: Der Teamstürmer will gegen den Ex-Klub aus Wien für Salzburg sein Debüt feiern. Was macht dieses so brisant?

Er spielte nur 20 Monate für Rapid. Und trotzdem sorgte seine kurze Ära für viel Gesprächsstoff. Die Top-Ten von Stefan Maierhofer im KURIER. 

Klicken Sie sich durch. Schöttels Absage 
Maierhofer hat am Sonntag nicht zum ersten Mal Kontakt mit Rapid-Trainer Peter Schöttel. 2005 bewarb sich der damals 22-jährige Landesliga-Kicker von Langenrohr per Mail bei Rapid. Der damalige Sportdirektor Schöttel verwies ihn an die Rapid Amateure. Es sollten nach einem Probetraining aber die Bayern Amateure werden. Der Abflug nach England 
Am 31. August 2009 kaufte Wolverhampton den 2,02-Meter-Mann für zwei Millionen Euro. Am Tag zuvor hatte der "Lange" im Jubel über sein Derby-Tor den Abflug mit den Händen angedeutet. Es war sein 38. und letztes Tor im 60. und letzten Pflichtspiel für Rapid. Die Torwette 
Diese außergewöhnliche Bilanz hatte im Jänner 2008 kaum einer erwartet. Fans schrieben gar, dass der gelernte Koch und Kellner die "peinlichste Nr. 9 der Rapid-Geschichte" sei. Und Andreas Dober wettete mit Raimund Hedl, dass der Neue nicht mehr als drei Tore für Rapid erzielen würde. Der Maskenmann 
Mit einem Gesichtsschutz nach einem Nasenbeinbruch schaffte Maierhofer mit zwei Treffern gegen Austria den Durchbruch. Die Maske lag für den Rest der Saison als Glücksbringer auf der Ersatzbank – es folgten sechs Siege in Folge. MaierHoffer 
Der legendäre 7:0 am Ostersonntag 2008 war auch die Geburtsstunde für das kongeniale Sturmduo "MaierHoffer". 

"Aus einem Bauchgefühl heraus" entschied Rapid-Trainer Peter Pacult, ausgerechnet auf dem Salzburger Kunstrasen den Techniker Mario Bazina aus der Mannschaft zu nehmen. Es folgten drei Tore von Hoffer und zwei von Maierhofer. Der Muttertagsgruß 
Zum letzten Mal bejubelte der 29-Jährige am 10. Mai 2009 gegen Salzburg einen Treffer und hielt ein eigens vorbereitetes T-Shirt mit der Aufschrift "Alles Gute zum Muttertag" in die TV-Kamera. 

Vor Matchbeginn hatte Maierhofers Freund Sharif Shoukry beim Schiedsrichter um Erlaubnis für die Einlage gebeten. Heute steht der Pressesprecher ebenfalls im Sold von Red Bull – Shoukry folgte Trainer Pacult von Rapid nach Leipzig. Der Typ 
Mit Gags wie diesen wurde Maierhofer in der Öffentlichkeit populär, verlor in der Mannschaft aber zusehendes an Beliebtheit. Rapid-Kapitän Stefan Hofmann erklärte einmal im KURIER: "Es ist gut, einen Maierhofer zu haben. Zwei davon wären aber nicht auszuhalten." 

Am Ende waren die Kollegen über den Wechsel nach England erleichtert, weil Maierhofers Streitigkeiten mit Pacult das Teamgefüge belastet hatten. Hassliebe zu Pacult 
Trainer Pacult baute auf Maierhofer, als ihn noch kaum jemand ernst nahm. Nach der Kritik an der Absetzung von Co-Trainer Barisic gab es aber regelmäßig Zoff. 

Auf die Frage nach seinem Verhältnis zu Pacult antwortete Maierhofer im KURIER: "Welches Verhältnis?" Öffentliche Auftritte 
Mehr Spaß machten ihm in Wien öffentliche Auftritte. In kurzen Abständen war Maierhofer beim Lifeball mit Maske, bei Confetti-TiVi als Kindercoach, beim Bonbonball als Juror und bei Austria’s Next Topmodel als Fitness-Experte zu sehen. Lebensträume 
Trotz Rückschlägen wie einem Bandscheibenvorfall oder einer Stoffwechselerkrankung konnte Maierhofer den Großteil seiner Lebensträume verwirklichen. 

Der Aufsatz über seinen Berufswunsch, den er als Zehnjähriger verfasst hat, verspricht jedenfalls noch weitere spannende Transfers: "Ich möchte Profifußballer werden. Da werde ich in großen Klubs spielen wie Austria, Rapid und Bremen."

Mehr zum Thema

(kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?