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Sport Fußball
09/27/2012

Löw baut auf Schweinsteiger

Der DFB hat den glücklichen Sieg in Wien analysiert. Gegen Irland und Schweden soll es besser werden.

Wir haben in Wien in vielen Bereichen eine schlechte Leistung gezeigt", erklärte der deutsche Teamchef Joachim Löw nach der Aufarbeitung des schmeichelhaften 2:1-Sieges in der WM-Qualifikation vor zwei Wochen in Österreich.

In einer Klausurtagung in Frankfurt am Main hat die sportliche Leitung der DFB-Auswahl in dieser Woche die Schlüsse aus dem Österreich-Spiel gezogen und Pläne für die nächsten beiden WM-Quali-Partien geschmiedet: Am 12. Oktober in Dublin gegen Irland, am 16. Oktober in Berlin gegen Schweden.

Löw ist bewusst, dass nach dem bitteren Halbfinal-EM-Aus gegen Italien und dem Holperstart in die neue Saison der seit seinem Amtsbeginn 2006 bisher ungebrochene Positiv-Trend auf dem Spiel steht.

"Wir müssen uns in den nächsten Spielen wieder stabilisieren und wieder unsere Spielweise finden, die uns vorher stark gemacht hat", erklärte Löw im kicker.

Vor allem die Präsenz, die Spielkontrolle ist dem deutschen Nationalteam abhanden gekommen. "Wir müssen in der Struktur, in der Organisation wieder viel seriöser und kompakter auftreten. Und von hintenhinaus zu einem Spielaufbau finden", benannte Löw die wichtigsten Analyseergebnisse.

Neue Rolle für Podolski

Die Rückkehr des lange verletzten und psychisch angeschlagenen, jetzt aber beim FC Bayern wieder aufblühenden Bastian Schweinsteiger soll ein entscheidender Schritt zurück zu alter Stärke werden.

"Gerade in Momenten, in denen es unrund läuft, geht er immer in die Verantwortung", betonte Löw die Bedeutung des 28-Jährigen. "In der Form, die er jetzt wieder hat, ist er für jede Mannschaft ein Gewinn", erklärte der Bundestrainer: "Denn er ist eine Persönlichkeit, die Präsenz auf dem Platz ausstrahlt."

Außerdem will Löw weiter auf den in Wien indisponierten Marcel Schmelzer setzen. "Wir geben ihm die nötige Ruhe, den Rückhalt und einen Vertrauensvorschuss, sich entwickeln zu können", sagte der Coach zum Dortmunder Linksverteidiger.

Allerdings bezeichnete Löw den Münchner Holger Badstuber für die kommenden Monate auch als "durchaus denkbare Alternative" für diese Problemposition: "Wobei ich Holger Badstuber dauerhaft in der Innenverteidigung sehe."

Für Lukas Podolski sieht der Bundestrainer eine neue Rolle. Er sei "nicht unglücklich darüber", dass der 103-fache Nationalspieler bei seinem neuen Klub Arsenal auch als Mittelstürmer eingesetzt wird. "Es tut auch uns sicherlich gut, wenn Lukas wieder ein Gefühl für die Mittelstürmer-Position entwickelt", sagte Löw. Für diese wichtige Position hatte er bisher nur den 34-jährigen Miroslav Klose und den derzeit noch verletzten Mario Gomez eingeplant.

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