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26.07.2018

EL-Quali: Klarer Sieg für den LASK, Admira verliert in Sofia

Die Linzer feierten gegen Lilleström einen 4:0-Heimsieg, die Admira musste sich gegen ZSKA Sofia mit 0:3 geschlagen geben.

Zwei völlig unterschiedliche Abende erlebten am Donnerstag die beiden österreichischen Vertreter in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation: Während der LASK gegen den norwegischen Pokalsieger Lilleström einen 4:0-Heimsieg feierte und mit einem Bein in der nächsten Runde steht, dürfte das Abenteuer Europacup für die Admira nach einer 0:3-Niederlage auswärts bei ZSKA Sofia schon nach dem Rückspiel am kommenden Donnerstag vorbei sein.

Blitzstart des LASK

Nach fast 19 Jahren internationaler Absenz hat der LASK ein eindrucksvolles Comeback gegeben. Am Donnerstag feierten die Linzer im Hinspiel der 2. Qualifikationsrunde der Fußball-Europa-League einen 4:0-(2:0)-Heimsieg über den norwegischen Cupsieger Lilleström und dürfen angesichts eines völlig harmlosen Gegners wohl schon für die nächste Runde planen.

Mann der Abends in Linz war Thomas Goiginger, der bei seinem Europacupdebüt mit einem Doppelpack glänzte (6., 70.). Zudem trafen Mittelfeldmann James Holland (70.) und Neo-LASK-Kicker Dominik Frieser (91.). Das Rückspiel steigt am kommenden Donnerstag (18.30 Uhr). Der Sieger trifft in der 3. Quali-Runde wohl auf Besiktas Istanbul, das gegen Färöer-Vertreter B36 Torshavn haushoher Favorit ist.

Der LASK, der für den Europacup auch von Pasching an seine alte Wirkungsstätte auf der Linzer Gugl zurückkehrte, startete vor 8.304 Zuschauern fast überfallsartig und wurde mit der frühen Führung belohnt: Goiginger dribbelte nach Ranftls Vorlage in den Strafraum und zog aus spitzem Winkel ab - der gebürtige Wiener und Ex-Rapid-Goalie Marko Maric sah dabei nicht allzu gut aus.

Keine Mühe

Die Hausherren setzten im gewohnten 3-4-3-System nach und dominierten fast über die gesamte Spielzeit. Dem in der norwegischen Ganzjahresliga gegen den Abstieg kämpfenden Gegner war die Verunsicherung deutlich anzumerken. Das Team des debütierenden schwedischen Coaches Jörgen Lennartsson kam vor der Pause zu keiner einzigen richtig gefährlichen Offensivaktion.

Die Oberösterreicher hingegen klopften durch den einzigen Neuzugang in der Startelf, Yusuf Otubanjo, in der 25. Minute an der Oberlatte an und erhöhten dank Routinier Holland noch in der Nachspielzeit der ersten Hälfte: Mit einem herrlichen Weitschuss ins Kreuzeck sorgte er für die hochverdiente 2:0-Pausenführung.

Lilleström schien nach Seitenwechsel etwas mehr Gegenwehr zu liefern, hatte aber erneut nichts zu bestellen. Der LASK übernahm schnell wieder das Kommando und legte nach: Goiginger tat es Holland fast gleich, ließ Maric aus gut 25 Metern keine Chance. Die Linzer hatten auch danach noch Möglichkeiten. "Joker" Frieser machte schließlich in der Nachspielzeit Nägel mit Köpfen, jagte Verteidiger Simen Rafn den Ball ab und versenkten ihn zum Endstand.

Admira vor dem Aus

Admira Wacker hat seine Aufstiegschance in der Europa-League-Qualifikation gegen ZSKA Sofia mit einem 0:3 im Hinspiel der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation stark gemindert. Die Bulgaren sorgten bereits in der ersten Halbzeit für die Entscheidung. Kiril Despodow (29., 34.) mit einem Doppelschlag und Maurides mit einem Elfmeter (38.) sorgten schnell für klare Verhältnisse.

Damit sind die Chancen der Niederösterreicher schon vor dem Rückspiel am Donnerstag stark gesunken. Admira-Trainer Ernst Baumeister machte aufgrund eines Todesfalls in der Familie die Reise in die bulgarische Hauptstadt nicht mit. Co-Trainer Michael Horvath, der Baumeister an der Seitenlinie vertrat, verzichtete zunächst auf Kapitän Daniel Toth und setzte mit Andreas Bauer und Bjarne Thoelke in der Innenverteidigung, Morten Hjulmand sowie Sinan Bakis auf vier Neuzugänge.

Sofia dominierte die Anfangsphase, die Admira kam nach knapp zehn Minuten aber besser ins Spiel. Die Gastgeber kontrollierten zwar die Partie, Chancen gab es zunächst aber auf keiner der beiden Seiten. Nach 29 Minuten glückte Sofia aber die Führung, und innerhalb von knapp zehn Minuten war das Spiel praktisch entschieden. Kiril Despodow köpfelte nach einer Flanke von Edwin Gyasi unbedrängt aus rund zehn Metern ein. Fünf Minuten später stellte abermals Despodow auf 2:0, nach einem unglücklichen Handspiel von Spasic verwandelte Maurides den fälligen Elfmeter zum 3:0-Endstand (38.).