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Sport Fußball
12/05/2011

Last-Minute-Ticket für das große Glück

Die Grazer waren lange unterlegen - drehten aber bei AEK Athen mit einem Mann mehr in der Schlussphase die Partie um.

F ür das bin ich ja da", sagt Mario Haas. So, als gäbe es nichts Einfacheres, als Tore zu schießen. Der seit zwei Wochen 37-Jährige schoss Sturm Graz am Donnerstag in der Nachspielzeit zum ersten Auswärtssieg in der Gruppenphase der Europa League überhaupt. 2:1 bei AEK Athen. Und sein Team mischt damit im europäischen Konzert wieder mit.

Bevor die Steirer und ihre rund 300 mitgebrachten Fans jubeln durften, vergingen fast 90 Minuten Spielzeit, in denen Sturm erst spät zu Höchstform auflief. Denn in den ersten 60 Minuten wirkten die Grazer verloren, so wie die rund 10.000 Fans im 70.000 Zuschauer fassenden Olympiastadion.

Furioser Start

Der Start von AEK war furios: Nach einem Fehler von Stangl traf Beleck das Tor nicht, dann scheiterte Ex-Barcelona-Stürmer Gudjohnsen an Sturm-Goalie Cavlina. Die Griechen ließen Ball und Gegner laufen, zeigten einen technisch anspruchsvollen Fußball. Sturm kam nur gelegentlich aus der eigenen Hälfte, vor allem Wolf wagte einige Sturm-Läufe, seine Flanken fanden aber keine Abnehmer – im Zentrum fehlte der verletzte Kienast an allen Ecken und Enden. Dennoch – mit viel Glück überstanden die Grazer 45 Minuten ohne Gegentor.

Nach der Pause, in der die AEK-Fans kräftig Krach machten, versuchte Sturm offensiver zu agieren – und lief prompt in einen Konter: einen Schuss von Carlos köpfelte Standfest den Ball ins eigene Tor (50.).

Umschwung

Im Gegenzug hätte Szabics alleine Richtung Tor laufen können, Altstar Dellas schnappte sich den Ball mit der Hand und flog mit Gelb-Rot vom Platz. Dellas Abschied war der Beginn von Sturms Angriffsspiel. Bodul und Burgstaller kamen zunächst zu guten Chancen, in der 87. Minute sorgten zwei Verteidiger für den Ausgleich: Standfest bediente Burgstaller, der Arabatzis keine Chance ließ. In der 92. Minute war es ganz ruhig im Olympiastadion: Haas traf nach Pass von Szabics zum 2:1. „Nach einer schwachen ersten Hälfte haben wir letztlich nicht unverdient gewonnen. Für die Moral war es wertvoll“, sagt Trainer Foda.

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