KURIER-Noten für Constantinis Mannen

Die Nerven hielten beim Test gegen die Slowakei nicht.

Der Unterschied lag in der Effizienz. Während sich Österreich einen Jux aus guten Chancen machte, verwerteten die Slowaken ihre Möglichkeiten eiskalt. So schlug sich das phasenweise gute Spiel der Constantini-Elf nicht im Resultat nieder. 3 - Christian Gratzei: In seiner ersten Aktion verschätzte er sich bei einer Flanke, beim 0:1 heftete ihm das Pech am Rücken, von wo der Ball ins Tor sprang. Bei einem Schuss von Jendrisek verhinderte er mit einer Parade das 1:3. 3 -  Florian Klein: Zwar ohne groben Schnitzer in der Defensive, so brachte der Austrianer nach vorne erst in der zweiten Hälfte einen Schwung. Seine Flanke führte zum 1:2 durch Hoffer. 5 - Aleksandar Dragovic: Wenn ein Innenverteidiger bei zwei Gegentoren zwei Fehler begeht, ergibt das ein Nicht Genügend. Der Basel-Legionär verlor beim 0:1 das Kopfballduell gegen Kucka, schlief beim 0:2 beim Pass von Weiss. Was hilft's, wenn er danach passabel agierte? 3 - Emanuel Pogatetz: Nicht so souverän und fehlerlos wie bei den letzten Auftritten im Team, dennoch bot der Hannover-Verteidiger dank seiner Routine eine solide Leistung. 3 - Christian Fuchs: Er hatte in der Defensive oft mit Hamsik den stärksten Slowaken als Gegner, schaltete sich aber dennoch immer wieder mit seiner Dynamik in den Angriff ein. 4 - Zlatko Junuzovic: Seine Mühen blieben weitgehend unbelohnt. Der Austrianer lief sich zwar die Seele aus dem Leib, seinen Aktionen fehlte es jedoch an Glück und Durchschlagskraft, um Entscheidendes zu kreieren. 4 - Stefan Kulovits: Er konnte nicht an seine letzten starken Leistungen im Team anschließen, erfüllte jedoch sein persönliches Soll mit Kampfgeist und Wille. Allerdings mit Fehlern im Abspiel. 3 - Julian Baumgartlinger: Bemüht, beweglich und eine gern gesuchte Anspielstation im zentralen Mittelfeld, vor der Pause ein sicherer Ballverteiler als nach dem Wechsel. Dann mit einigen Fehlern, aber auch fast mit dem Ausgleich im Finish. 2 - David Alaba: Der Bayern-Legionär war mit Harnik der auffälligste Österreicher. Vor allem in der ersten Hälfte. Er bestach mit seiner Technik und rotzfrechen Dribblings. Hatte nach einem Slalomlauf durch die slowakische Abwehr die Führung auf dem Fuß. Eine erfrischende Vorstellung. 2 - Martin Harnik: Ein Auftritt voller Selbstvertrauen und Spielfreude, harmonierte besonders mit Alaba. Allein die Tore fehlten zum Sehr gut. Nach einem sensationellen Solo knapp vor der Pause hätte er sich diesen Treffer redlich verdient. 4 - Marc Janko: Der Torjäger war oft nicht anspielbar, daher zu wenig in das Angriffsspiel integriert, um seine Gefährlichkeit im Strafraum auszuspielen. Nach dem Wechsel beweglicher. 3 - Daniel Royer: In seinem dritten Team-Auftritt wirkte der Rieder engagiert und schlug auch einige schöne Pässe. 2 - Erwin Hoffer: Er kam statt Junuzovic und spielte als zweite Spitze neben Janko, weil er am Wörthersee stets für hohen Wellengang sorgt und gerne trifft. Diesmal war er gar mit dem Kopf erfolgreich. Seinen Doppelpack verhinderte eine Abseitsstellung.

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(kurier) Erstellt am
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