Sport | Fußball
26.07.2018

Keine Erwartungen bei der Admira vor dem Europacup-Start

Trainer Ernst Baumeister wird beim Hinspiel gegen Sofia nach einem Todesfall in der Familie nicht dabei sein.

Fußball-Bundesligist FC Admira nimmt das Europacup-Comeback nach einjähriger Pause ohne große Erwartungen in Angriff. Die Südstädter sind im Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Europa League am Donnerstag (19.00 Uhr/live ORF eins) bei ZSKA Sofia zu Gast. Da der bulgarische Vizemeister mit personellen Problemen kämpft, dürfen sich die Niederösterreicher Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Da Chefcoach Ernst Baumeister aufgrund eines Todesfalls in der Familie nicht am Mittwochvormittag mit der Mannschaft nach Sofia gereist ist, wird diese nun von Co-Trainer Michael Horvath betreut. Laut den Admiranern sind die Rollen vor dem Duell klar verteilt. "Sofia hat eine gute Mannschaft. Wir sind Außenseiter, was wir die ganze Saison auch in der Liga sein werden", betonte Baumeister.

Das unterstrich auch Daniel Toth. "Man muss schon am Boden bleiben, sie sind sicher Favorit in der Partie", meinte der Admira-Kapitän. Baumeisters Co-Trainer nahmen den bulgarischen Vizemeister in den Erstrundenduellen mit dem Riga FC (jeweils 1:1/5:3 im Elfmeterschießen in Riga) vor Ort unter die Lupe. "Wir sind gut informiert, es wird schwer", meinte Baumeister zur Ausgangslage.

Sofia geschwächt

Etwas leichter haben es Toth und Co., da mit Kapitän und Abwehrchef Nikolaj Bodurow, dem defensiven Mittelfeldspieler Kristijan Malinow und dem portugiesischen Ex-Porto-Offensivspieler Tiago Rodrigues gleich drei Sofia-Stützen gesperrt fehlen. Zudem ist der Brasilianer Henrique wegen einer Schulterverletzung nicht einsatzfähig. Ex-Austria-Co-Trainer Nestor El Maestro, der bei ZSKA erst seit Juli als Cheftrainer fungiert, musste sich deshalb vor der Partie ordentlich den Kopf zerbrechen.

2016 hatten die Admiraner vor dem Aus in der dritten Quali-Runde gegen Slovan Liberec den slowakischen Vertreter Spartak Myjava und aserbaidschanischen Club FC Kapaz Ganja besiegt. Mit Manuel Kuttin, Stephan Zwierschitz, Fabio Strauss, Toth und Dominik Starkl standen in den Begegnungen gegen Liberec fünf Akteure in der Startformation, die auch aktuell noch zum Kader gehören. Trotz Extrabelastung vor dem Ligastart gehen die am Freitag im ÖFB-Cup bereits in der ersten Runde ausgeschiedenen Admiraner positiv an die Sache heran.

"Wir werden schauen, so weit wie möglich zu kommen", sagte Baumeister. Druck haben seine Spieler absolut keinen. "Wenn wir die erste Hürde nicht schaffen, haben wir immerhin wieder zwei internationale Spiele gehabt, die unseren Jungs helfen werden. Jedes internationale Spiel ist für sie ein guter Lernprozess", erklärte der 61-Jährige. Und Toth ergänzte: "Bei der WM hat man gesehen, dass kleinere Teams die Großen ärgern können. Das muss auch unser Ziel sein. Ich glaube, dass wir es schaffen können, in die nächste Runde zu kommen, aber wenn es nicht so ist, wird die Welt auch nicht untergehen." Das Rückspiel folgt am 2. August (19.00 Uhr/live ORF eins) in der BSFZ-Arena.