Argentina's Lionel Messi attends a soccer training session at Olympic stadium in Rome August 12, 2013. Argentina will play Italy in a friendly soccer match on August 14 in honour of Pope Francis, who will receive the two squads at the Vatican on the eve of the match. REUTERS/Stefano Rellandini (ITALY - Tags: SPORT SOCCER)

© Reuters/STEFANO RELLANDINI

Testspiele
08/13/2013

Italien fordert nach Papst-Besuch Argentinien

In London treffen sich England und Schottland zum ewig jungen Klassiker.

Das Aufeinandertreffen von Italien und Argentinien am Mittwochabend hat Papst Franziskus in ein Dilemma gestürzt. "Zum Glück ist es nur ein Freundschaftsspiel. So sei es denn auch wirklich, wenn ich bitten darf!", sagte der bekennende Fußball-Fan aus Buenos Aires bei einer Audienz der beiden Mannschaften am Vortag im Vatikan. Für die beiden Weltmeister ist es der erste Vergleich seit zwölf Jahren. 2001 siegten die Südamerikaner in Rom mit 2:1.

Abseits des Schlagers im Olympiastadion stehen am Mittwoch mehrere Nachbarschaftsduelle an. England empfängt in London Schottland zum 111. Vergleich der "alten Feinde". Frankreich ist gegen Belgien in Brüssel zu Gast, Schweden trifft in Solna auf Norwegen. Welt- und Europameister Spanien nahm hingegen die weite Reise nach Ecuador auf sich. Einen prominenten Gegner zog die Schweiz an Land: Rekordweltmeister Brasilien beehrt den St.-Jakob-Park von Basel (20.45 Uhr/live SF2).

Für Italiens Teamchef Cesare Prandelli ist die Partie gegen Argentinien eine besondere. Prandelli hatte das zu Ehren des Pontifex ausgetragene Testspiel selbst initiiert. Die Audienz beim Papst sah der tief gläubige 55-Jährige als eigentliches Highlight. "Wir spielen Fußball jeden Tag, jede Woche. Aber den Papst besuchst du nur einmal im Leben", sagte Prandelli.

Der Schlager wird ohne die beiden Superstars in Szene gehen. Mario Balotelli zog sich laut Verbandsangaben im Training eine leichte Knieblessur zu, der Angreifer wurde am Dienstag aus dem Teamcamp entlassen. Lionel Messi plagt sich weiter mit einer Zerrung im Oberschenkel. Mit Blick auf den Liga-Auftakt des FC Barcelona gegen den Ivanschitz-Club Levante am Sonntag will der Weltfußballer nichts riskieren.

Rooney im Mittelpunkt

England spielt im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag des englischen Fußballverbandes (FA) im Klassiker gegen Schottland. Erstmals seit 14 Jahren treffen die beiden Teams von der Insel aufeinander, Spielort ist das weite Wembley-Oval. Im Mittelpunkt des englischen Interesses stand vor der Partie die Personalie Wayne Rooney.

Der wechselwillige Stürmer von Manchester United soll gegen die Schotten einlaufen, nachdem er am Wochenende beim Sieg der "Red Devils" im Community Shield wegen einer Schulterverletzung nicht einmal im Aufgebot gestanden war. Rooney trainierte am Montag bei den "Three Lions" aber als sei nie etwas gewesen.

Der bisher letzte Vergleich fand im Play-off der EM-Qualifikation 1999 in London statt und endete mit einem 1:0 der Schotten. England hatte zuvor allerdings auswärts 2:0 gewonnen und zitterte sich damit zur Endrunde. Auch wenn die besondere Rivalität verflogen scheint, war sich zumindest Schottlands Shaun Maloney sicher, dass eine Menge Patriotismus im Spiel sein wird. "Es ist zwar nur ein Test, aber es bedeutet die Welt für uns", erklärte der Wigan-Stürmer.

Englands Roy Hodgson hatte ganz andere Probleme. "Was mich mehr interessiert als die Rivalität, ist unsere Leistung", sagte der Teamchef. Während die Schotten in der WM-Qualifikation die Teilnahme in Brasilien 2014 schon verspielt haben, geht es für ihn und seine Spieler noch um alles. Im September stehen wichtige Partien gegen Moldawien und in der Ukraine auf dem Programm.

Schweizer fordern Neymar & Co.

Die Schweiz freut sich insbesondere auf Neymar. "Es ist für jeden Spieler von uns eine Riesenmotivation, ihn stoppen zu können", sagte der eidgenössische Teamchef Ottmar Hitzfeld vor dem Aufeinandertreffen seiner Elf mit dem Neo-Star des FC Barcelona. Zum achten Mal spielen die Schweizer gegen Brasilien - und erst einmal gingen sie als Sieger vom Platz. 1989 siegte die Schweiz in Basel dank eines Elfer-Tores von Kubilay Türkyilmaz mit 1:0.

Für Hitzfeld ist ein erneuter Coup gegen Brasiliens zuletzt beim heimischen Confed-Cup erfolgreiches Star-Ensemble keine Utopie. "Wir haben ein Heimspiel. Und wenn man zu einer WM nach Brasilien will und dort bestehen, dann müssen wir auch versuchen, Brasilien in der Schweiz besiegen zu können", erklärte der 64-Jährige.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.