Sport | Fußball
10.11.2018

Iran erlaubt wenigen Frauen Zutritt zum Asien-CL-Finale

Unter den erwarteten 100.000 Zuschauern werden laut staatlicher Nachrichtenagentur auch 850 Frauen sein.

Für das asiatische Champions-League-Finale im Fußball hat der Iran nur einer begrenzten Anzahl von Frauen den Zugang ins Asadi-Stadion in Teheran erlaubt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA dürfen am Samstag 850 Frauen das Rückspiel zwischen Persepolis Teheran und den Kashima Antlers aus Japan (Hinspiel 0:2) im Stadion verfolgen. Insgesamt werden fast 100.000 Zuschauer erwartet.

Wie beim Länderspiel des Iran gegen Bolivien Mitte Oktober wurden die Frauen auch diesmal von Behörden ausgewählt. Unter ihnen sind voraussichtlich wieder Angehörige der Spieler, weibliche Angestellte des iranischen Fußballverbandes, Mitglieder der iranischen Frauen-Nationalmannschaft sowie weibliche Offizielle aus dem Präsidialamt und Parlament.

Frauen im Iran dürfen seit mehr als drei Jahrzehnten in der Regel nicht in Fußballstadien. Der erzkonservative Klerus im Land ist der Ansicht, dass islamische Frauen bei den Spielen mit frenetischen männlichen Fans und vulgären Slogans nichts zu suchen hätten. Bemühungen des iranischen Fußballverbandes, des Sportministeriums und sogar von Präsident Hassan Ruhani, diesen Standpunkt zu ändern, hatten bis jetzt nur wenig Erfolg.