Interpol-Generalsektetär Jürgen Stock entschied sich dazu die Kooperation mit der FIFA zu beenden.

© APA/EPA/ANDREU DALMAU

FIFA-Skandal
06/12/2015

Interpol kündigt Partnerschaft mit FIFA

Die 2011 ins Leben gerufene Kooperation für ein Integritätsprogramm im Sport wird eingestellt.

Wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA hat Interpol seine Partnerschaft mit dem Fußball-Weltverband aufgekündigt. Dies teilte die internationale Polizei-Organisation am Freitag in Lyon mit. Die Kooperation war im Mai 2011 ins Leben gerufen worden, um ein Integritätsprogramm im Sport zu starten.

Nach der Entscheidung durch Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock werde die Organisation den Vertrag vorerst auf Eis legen, hieß es. Die Entscheidung sei „im Lichte der augenblicklichen Situation um die FIFA getroffen worden“.

Für eine FIFA-Spende von 20 Millionen Euro sollte Interpol zehn Jahre lang ein Integritätsprogramm durchführen. In der Vereinbarung mit der FIFA heißt es laut Interpol, dass „der Spender versichert, dass seine Aktivitäten mit den Prinzipien und Zielen von Interpol“ übereinstimmen.

Die FIFA reagierte auf die Aufkündigung der Partnerschaft mit Interpol mit Enttäuschung: „Dieses erfolgreiche Programm steht in keinem Zusammenhang mit den gegenwärtigen Problemen der FIFA. Wir glauben, dass diese einseitig getroffene Entscheidung den Kampf gegen kriminelle Machenschaften negativ beeinflusst“, teilte der Fußball-Weltverband in einer Stellungnahme mit.

Der Weltverband hofft, die Zusammenarbeit so schnell wie möglich wieder aufnehmen zu können.

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