Leere Stadien in der Ukraine und in Peru

Mehrere Fußballspieler in weißen Trikots während eines Trainings.
Die FIFA sperrt die Zuschauer aus. Ein Held von Tahiti wurde als Dopingsünder entlarvt.

Der Weltverband FIFA hatte am Freitag einiges zu tun. In der Fußballwelt musste wieder einmal nach dem Rechten geschaut werden. Und nachdem dem nicht immer so ist, mussten einige Übeltäter bestraft werden.

Etwa die Nationalmannschaft der Ukraine. Diese muss ihr letztes Heimspiel in der WM-Qualifikation ohne Fans bestreiten. Der EM-Gastgeber 2012 wurde am Freitag zu einem Geisterspiel am 11. Oktober gegen Polen in Charkiw verurteilt.

Grund für die Strafe sind rassistische Äußerungen und das Zeigen von Nazi-Symbolen durch Zuschauer in der Partie gegen San Marino am 6. September in Lwiw.

Wegen der Schwere der Verstöße darf die Ukraine in der EM-Arena von Lwiw auch kein Qualifikationsspiel zur WM 2018 austragen. Zudem wurde eine Geldstrafe von 45.000 Schweizer Franken (etwa 36.600 Euro) verhängt. Die Ukraine liegt in der Gruppe H zwei Spiele vor Abschluss der Qualifikation einen Punkt hinter Spitzenreiter England und punktegleich mit Montenegro auf Platz zwei. Diese Platzierung ist gleichbedeutend mit der Play-off-Teilnahme. Polen, der zweite Gastgeber der EM 2012, folgt mit zwei Punkten Rückstand auf Platz vier.

Auch Peru muss sein WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien am 15. Oktober vor leeren Rängen bestreiten. Die Südamerikaner, bei denen der Salzburger Yordy Reyna zum Stamm gehört, wurden für unangemessenes Fanverhalten in der Partie gegen Uruguay in Lima am 6. September bestraft. Die Geldstrafe beträgt 20.000 Franken. Peru hat keine Chance mehr, sich für die WM zu qualifizieren.

Positiver Test

Auch einen Spieler hat es erwischt. Tahitis Nationalspieler Vincent Simon ist eines Dopingvergehens beim Confederations Cup bis zum 7. Februar 2014 gesperrt worden. Der Verteidiger von AS Dragon wurde nach der Partie gegen Uruguay (0:8) am 23. Juni in Recife positiv auf den verbotenen Wirkstoff Tuaminoheptan getestet. Das teilte der Weltverband ebenfalls am Freitag und damit einen Tag vor dem 30. Geburtstag Simons mit.

Der Dopingsünder hatte zum Team Tahitis gehört, das als Ozeanienmeister sensationell die Qualifikation für den WM-Test in Brasilien geschafft hatte. Neben dem Uruguay-Spiel unterlagen die Amateure Nigeria (1:6) und Weltmeister Spanien (0:10), gewannen durch ihr sympathisches Auftreten aber die Herzen der Fans.

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