Sport | Fußball
20.04.2018

Innsbruck-Verfolger punkteten im Aufstiegsrennen voll

Während der Erste-Liga-Tabellenführer in Kapfenberg verliert, gewinnen Hartberg, Wiener Neustadt und Ried ihre Spiele.

Die Verfolger von Leader Wacker Innsbruck, der in Kapfenberg im Abendspiel überraschend mit 1:2 verloren hat, haben am Freitag im Aufstiegsrennen der Fußball-Erste-Liga allesamt voll gepunktet. Der Tabellenzweite TSV Hartberg baute seine Siegesserie mit einem 1:0 bei Schlusslicht FAC auf sechs Spiele aus. Ried setzte sich beim ersten Auftritt unter Neo-Trainer Thomas Weissenböck gegen Austria Lustenau mit 2:0 durch, Wiener Neustadt gewann bei Blau-Weiß Linz 3:0.

Die Hartberger liegen weiter vier Punkte vor Wr. Neustadt und sechs vor Ried auf dem zweiten Aufstiegsplatz. Den fünften Zu-Null-Sieg in Serie stellte Manfred Fischer erst in der Schlussphase mit einem leicht abgelenkten Freistoß sicher (74.). Mehr als die Hälfte ihrer 51 Saisontore haben die Steirer nach Standardsituationen erzielt. Die Siegesserie des Teams von Christian Ilzer ist längst Clubrekord im Profigeschäft, der FAC hingegen ist neun Partien sieglos.

In Ried gab der bisherige Nachwuchsleiter Weissenböck ein gelungenes Comeback als Chefcoach. Seifedin Chabbi brachte die Oberösterreicher in Minute 17 mit seinem 17. Saisontor in Führung, nach einem unnötigen Foul von Martin Grasegger an Ilkay Durmus sein erstes per Elfmeter. Nach einem starken Lochpass von Durmus erhöhte Clemens Walch nach Seitenwechsel auf 2:0 (53.).

Weissenböck hatte nach einer intensiven Trainersuche erst diese Woche des Zepter von Interimscoach Franz Schiemer übernommen. Unter dem Manager hatten die Rieder in drei Spielen vier Punkte eingefahren. Gegen Lustenau haben die Rieder nun acht Pflichtspielduelle in Folge nicht verloren. Die Vorarlberger sind mittlerweile sechs Auswärtspartien sieglos.

Wiener Neustadt legte nach dem jüngsten 1:0 gegen Ried - das Ende einer Durststrecke von fünf Spielen ohne Sieg - mit einem starken Auftritt in Linz nach. Matchwinner war erneut Mario Ebenhofer, der schon gegen die Rieder das Goldtor erzielt hatte. Auf der Gugl traf der 25-Jährige zweimal - erst von knapp innerhalb des Strafraums (26.), dann nach einem langen Ball von Ivan Ljubic, den er sich mit der Brust mitgenommen hatte, mit einem gefühlvollen Schupfer (48.). Ljubic besorgte nach einem Corner den Endstand (82.). Für den Tabellenvorletzten aus Linz war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen.

Wattens und Liefering trennten sich torlos. Die Lieferinger blieben damit nach zehn Spielen erstmals wieder ohne Treffer. Nach einem verbalen Rundumschlag von Trainer Thomas Silberberger vergangene Woche nach dem 0:4 in Hartberg ließ diesmal Stürmer Milan Jurdik den Matchball für Wattens aus (86.).

Spitzenreiter Wacker Innsbruck hat nach zuletzt acht Siegen in Folge wieder eine Niederlage kassiert. Die Tiroler verloren am Freitag zum Abschluss der 29. Runde überraschend mit 1:2 auswärts gegen den Kapfenberger SV. Der Vorsprung auf Verfolger Hartberg verringerte sich damit auf sechs Punkte.

Der Außenseiter aus Kapfenberg legte einen temporeichen Start hin und erwischte den Tabellenführer eiskalt. In der 19. Minute gelang den Gastgebern der Führungstreffer durch Manuel Haas, der nach Vorlage von Philipp Plank unhaltbar ins kurze Ecke schoss. Nur drei Minuten später konnten die Steirer ihre Führung ausbauen. Der Brasilianer Rangel köpfelte den Ball nach Freistoß von Kapitän David Sencar an Innsbruck-Tormann Christopher Knett vorbei.

Danach zog sich Kapfenberg ein wenig zurück und ließ die Innsbrucker kommen, was sich rächen sollte. In der 37. Minute gelang der Mannschaft von Trainer Karl Daxbacher der verdiente Anschlusstreffer. Nach Hereingabe von Imbongo setzte Stefan Rakowitz zum Seitfallzieher an und versenkte den Ball sehenswert zum 2:1. Kurz vor der Halbzeit hatte Zlatko Dedic sogar noch die Chance zum Ausgleichstreffer (42.). Innsbrucks Top-Torjäger scheiterte allerdings an der Außenstange.

Nach dem Seitenwechsel agierte Innsbruck spielbestimmend und kam durch Dominik Baumgartner (50.) und Imbongo (53.) rasch zu guten Ausgleichschancen. In der Schlussphase wurden die Tiroler aber nur noch selten gefährlich. In der 80. Minute setzte Daniele Gabriele etwa einen Schuss knapp über das Tor von Paul Gartler. Die größte Chance der zweiten Hälfte fanden allerdings die Gastgeber vor. Nach einer guten Einzelaktion scheiterte Rosenberger zunächst an Knett, Plank setzte den Nachschuss dann am Tor vorbei. Die Kapfenberger retteten den Sieg schlussendlich über die Zeit.

Wacker Innsbruck musste damit nach zwölf ungeschlagenen Partien wieder eine Niederlage hinnehmen. Zudem erhielt man erstmals seit 17 Spielen mehr als ein Gegentor. Kapfenberg ist nach dem Heimerfolg weiterhin die einzige Mannschaft, die in der laufenden Saison nicht gegen die Innsbrucker verloren hat.