Sport | Fußball
05.12.2011

Im Bundesliga-Kuriositätenkabinett

Drei Spiele ohne Tore, torgeile Kapfenberger und Hofmanns Vaterfreuden als Titel-Omen für Rapid.

Es war eine der kuriosesten Runden der Bundesliga-Geschichte, die dritte der Saison 2011/'12 - passend zu einem bisher kuriosen Saisonverlauf.

Zehn Schmankerln der anderen Art ...

Drei Nullnummern
Den drei Sonntagspartien Salzburg - Mattersburg, Wacker Innsbruck - Austria und Rapid - Ried fehlte das Entscheidende: die Tore. Drei Nullnummern am selben Tag gab es zuletzt am 15. März 1997. Die Paarungen hießen damals Sturm Graz - GAK, Rapid - LASK und Ried - Salzburg.

Acht torlose Teams
Da beide Samstagsspiele 3:0 endeten, blieben acht Teams in dieser Runde ohne Torerfolg. Nur Kapfenberg (gegen Sturm) und Admira (gegen Wr. Neustadt) hatten Grund zum Jubel.

Titelgewinner ganz unten
Meister Sturm auf Platz zehn, Cupsieger Ried auf Platz neun - die Saison nach einem Titelgewinn ist scheinbar schwierig. "Der Meisterschaftsmodus mit 36 Runden ist unsinnig. Genauso wie der frühe Saisonstart, der den Europacup-Startern nur schadet", meint Ried-Trainer Paul Gludovatz.

Boykott trotz Platz eins
Bis zur letzten Instanz kämpfte Rapid (schließlich erfolgreich) gegen das zweite Geisterspiel. Trotz Platz eins in der Tabelle feuerte ein kleiner Teil der 15.200 ins Hanappi-Stadion gekommenen Fans die Mannschaft weiterhin nicht an.

Torlose Europacup-Starter
Bisher konnten die vier Europacup-Starter zumindest mit ihren Ergebnissen überzeugen. Ob das auch bei den Rückspielen diese Woche so bleiben wird? Weder Salzburg, noch Austria, Sturm oder Ried erzielten in der dritten Bundesliga-Runde ein Tor.

Kapfenbergs Top-Schützen
Topstürmer Deni Alar wurde an Rapid verkauft. Der Offensivkraft von Kapfenberg hat das jedoch bisher nicht geschadet: Die Mannschaft von Werner Gregoritsch führt mit sechs Treffern die Liste der gefährlichsten Teams souverän an.

Fleißige Rapidler
Atdhe Nuhiu spielte gegen Ried wie aufgedreht und schoss rekordverdächtige neun Mal auf das Tor des Gegners - ohne Erfolg. Immerhin überstand Rapid erstmals in der Bundesliga-Geschichte (seit 1974) die ersten drei Spiele ohne Tor.

Weiße Weste nur für Violett
In der vergangenen Saison kostete die Heimschwäche der Austria den Meistertitel. Nach drei Runden der neuen Saison dürfen sich die Violetten mit einem Kuriosum trösten: Nur die Austria hat zuhause noch keine Punkte abgegeben - dank der abgerissenen Flanke von Markus Suttner in Minute 91 zum 2:1 gegen Ried.

Effiziente Admiraner
Drei Mann reichten der Admira, um Wr. Neustadt im NÖ-Derby abzuschießen. Patrik Jezek, Benjamin Sulimani und Rene Seebacher teilten sich Tore und Assists vorbildlich.

Hofmanns Vaterfreuden
Steffen Hofmann verrät im KURIER, dass er im Jänner zum dritten Mal Vater wird: "Meine Frau Barbara ist in der 16. Woche schwanger." Statistikfreunde sollten deshalb auf Rapid als Meister tippen: Nach der Geburt seiner ersten beiden Töchter holte Rapid 2005 und 2008 den Titel. Hofmann: "Meine Mitspieler freuen sich darum schon doppelt mit mir."

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