"Ibra" soll 11 Mio. Euro Steuern zahlen
Paris Saint-Germain hat am Mittwochnachmittag via Homepage (www.psg.fr) die Verpflichtung von Zlatan Ibrahimovic endgültig bestätigt. Laut Klubangaben unterschrieb der schwedische Teamstürmer bei den Franzosen einen Dreijahres-Vertrag.
Der Wechsel des Schweden versetzte die französische Hauptstadt prompt in einen Rausch. "Gigantisch", titelte die Sportzeitung L`Equipe auf Seite eins. " Paris wird definitiv in eine neue Dimension treten", schrieb Le Figaro. Während andere Medien den 30-Jährigen als "heiliges Monster", "Genie", "Magier" und sogar als "Messias" feierten, träumen die PSG-Fans schon vom Gewinn der Champions League.
Kein Wunder: Von 2004 bis 2011 gewann er stets mit jedem seiner Klubs (Ajax, Juventus, Inter Mailand, Barcelona und Milan) die Meisterschaft. 2012 wurde er zum zweiten Mal Torschützenkönig der Serie A, Milan musste sich aber hinter Juventus mit dem zweiten Platz zufriedengeben.
75 Prozent Steuern
Ganz ungetrübt wird die Freude beim Schweden nicht sein: Nach den Worten von Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem schockiert er mit seinem Millionengehalt viele Franzosen. Ibrahimovic werde den Großteil seines Jahresgehalts von 15 Millionen Euro zu 75 Prozent versteuern müssen, kündigte Vallaud-Belkacem deshalb am Mittwoch in Paris an.
Die sozialistische Regierung will für Gehälter ab einer Million Euro pro Jahr einen Spitzensteuersatz in Höhe von 75 Prozent einführen, wie es Präsident Francois Hollande im Wahlkampf versprochen hatte. Die Sozialisten begrenzen auch die Spitzengehälter von Managern in Staatsunternehmen und kürzen drastisch die Vergütung für den Präsidenten und Regierungsmitglieder. Frankreich ist wegen der hohen Staatsverschuldung in großen Sparnöten.
Kaka und Robinho?
Vor Ibrahimovic, der laut Medien 20 Millionen Ablöse kostete, hatte PSG in diesem Sommer bereits den argentinischen Offensivspieler Ezequiel Lavezzi (Napoli), den brasilianischen Abwehrstar Thiago Silva ( Milan) und den jungen defensiven Mittelfeldmann Marco Verratti (Pescara) verpflichtet. Unterdessen berichtete "L`Equipe", dass die Einkaufstour der Scheichs längst nicht zu Ende ist. Ibrahimovic habe man versprochen, dass auch Kaka von Real Madrid geholt werden solle. Und Milans Robinho komme ebenfalls infrage, zumal er von Ibrahimovics Agent Mino Raiola betreut werde.
Möglich macht die Top-Transfers das Geld aus Katar. Die Klubbesitzer aus dem reichen Öl- und Wüstenstaat (Qatar Sports Investment/QSI) hatten vor einem Jahr schon 90 Millionen Euro für Verstärkungen ausgegeben. Im Winter wurde dann Coach Carlo Ancelotti angeheuert. Doch Titel blieben im ersten Jahr der Katar-Ära bei PSG aus.
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