Sport | Fußball 19.03.2012

Hofmann rettet Rapid einen Punkt

© Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Zuerst verschuldet der Rapid-Kapitän einen Elfmeter für Mattersburg, dann trifft er zum verdienten Ausgleich.

Die ganze Woche über tüftelten Rapid-Trainer Peter Schöttel und sein Assistent Thomas Hickersberger, wie es gegen Mattersburg nach zuletzt zwei Unentschieden im Hanappi-Stadion wieder einen Heimsieg geben könnte. Herausgekommen sind viele Freistoßtricks, eine ungewöhnliche Aufstellung – und wieder nur ein Remis.

Während die Burgenländer gewohnt kampfstark und kompakt verteidigten, stürmten die Rapidler bei Ballbesitz mit vier Mann. Lukas Grozurek, der erstmals von Beginn an spielte, und Christopher Drazan sollten vom Flügel nach innen ziehen. Ganz vorne unterstützte Christopher Trimmel Speerspitze Rene Gartler, der erstmals seit Oktober 2011 wieder anfangen durfte.

Standardantwort

So weit die Theorie. Denn in der Praxis wurde Mattersburg zwar nicht gefährlich, nahm aber auch die Hütteldorfer weitgehend aus dem Spiel. Wirklich gefährlich war Rapid nur nach Standardsituationen. Wie Michael Schimpelsberger (22.) oder Steffen Hofmann (33.). Teilweise wurde es mit der Kreativität bei ruhenden Bällen aber auch übertrieben. Pech hatte hingegen Mario Sonnleitner nach einem Hofmann-Freistoß. Sein Kopfball in Minute 45 flog von der einen Stange an die andere und wieder aus dem Tor.

Auch nach der Pause trieben 300 Tage nach dem Platzsturm die 16.000 Fans die Grünen am St. Patrick’s Day nach vorne. In Führung gingen aber die Grünen aus dem Burgenland mit ihrer ersten Chance. Auf einen Stoppfehler von Hofmann im eigenen Strafraum folgte ein noch unnötigeres Foul an Alois Höller. Patrick Bürger verwertete den Elfmeter sicher – 0:1 (49.).

Schöttel brachte mit Atdhe Nuhiu und Deni Alar frische Stürmer, doch Rapid wirkte geschockt. Es war ja 2012 auch noch immer kein Tor aus dem Spiel gelungen.

In der 77. Minute musste Schimpelsberger gegen Joker Michael Mörz sogar die Vorentscheidung verhindern, ehe die Hausherren den Druck erhöhten. Trimmel und Drazan hatten den Ausgleich auf dem Fuß.

Das 1:1 gelang dann Hofmann, der auch nach seinem Fehler beim Gegentor unermüdlich kurbelte und sich selbst belohnte. Seinen Schuss vom Strafraumeck ließ Thomas Borenitsch durchrutschen (83.).

Im Finish drängten die Hütteldorfer vehement auf den Sieg, doch Borenitsch besserte seinen Fehler wieder aus. Zum letzten Mal in Minute 95, als er einen Schuss von Harald Pichler an die Latte lenkte.

Transferplanungen

In den Planungen für die nächste Saison wurden die Bemühungen um Admiras Abwehrchef Christopher Dibon verstärkt. Es schaut für Rapid gut aus, sein Manager Reiner Tichy bremst aber noch: "Es gibt Gespräche, aber noch keine Entscheidung." Die Ergebnisse von Rapid im Frühjahr weisen aber auch auf Handlungsbedarf im Kreativbereich und in der Offensive hin.

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Erstellt am 19.03.2012