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Sport Fußball
05/05/2012

Hertha in Relegation, Köln steigt ab

Köln steigt zum fünften Mal aus der deutschen Bundesliga ab. Hannover löst Europa-League-Ticket.

Der 1. FC Köln muss den bitteren Gang in die zweite deutsche Bundesliga antreten. Die Kölner kassierten am Samstag eine 1:4-Heimniederlage gegen die Bayern, während die Hertha durch einen 3:1-Heimsieg gegen Hoffenheim noch auf Relegationsplatz 16 kletterte. Änis Ben-Hatira war mit seinem Tore-Doppelpack der Berliner Held. Raffael beendete mit seinem Tor in der Nachspielzeit das Zittern.

Als zweiter Absteiger steht schon seit Wochen Kaiserslautern fest.

Hannover (mit Pogatetz) sicherte sich durch einen 2:1-Sieg über Kaiserslautern Platz sieben und die Qualifikation für die Europa League, in der auch Leverkusen und Stuttgart spielen werden. Beim Abschied von Michael Ballack gewann Leverkusen durch drei Tore von Stefan Kießling (7./31./89) und einen Treffer von Andre Schürrle (77.) mit 4:1 beim 1. FC Nürnberg, sicherte sich Bayer Platz fünf und kann somit direkt in der Gruppenphase der Europa League starten.

Festtagsstimmung herrschte in Dortmund. Der BVB bekam zum zweiten Mal nacheinander die Meisterschale überreicht. Zuvor hatte die Borussia beim 4:0 gegen den SC Freiburg durch Tore von Jakub Blaszczykowski (5./39.) und Robert Lewandowski (20./26.) wahrlich meisterlich agiert. Nach 29 Spielen ohne Niederlage steht mit 81 Punkten ein weiterer Rekord in den Bundesliga-Annalen.

Torschützenkönig wurde erstmals Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer erzielte beim 3:2 des FC Schalke bei Werder Bremen zwei Tore. Da Mario Gomez für die Bayern in Köln nicht traf, siegte Huntelaar im Duell der Torjäger mit 29:26-Toren und darf sich über die begehrte Kanone freuen.

Wehmut in Köln

In Köln war schon vor dem Abpfiff Wehmut zu spüren. Fans und Verein verabschiedeten Klub-Ikone Lukas Podolski, der in der kommenden Saison beim FC Arsenal spielen wird. 

Hertha ging im Fernduell durch Ben-Hatira (14.) in Führung. Bayerns Nationalspieler Thomas Müller (34.) machte mit dem ersten Gegentor für Köln die Lage noch schlimmer; zumal in Berlin der Hoffenheimer Ryan Babel Gelb-Rot sah.

In der zweiten Halbzeit ging das Kölner Drama weiter. Die Hoffnungen, Platz 16 aus eigener Kraft zu schaffen, waren nach einem kuriosen Eigentor von Kapitän Geromel (52.) und einem Treffer von Arjen Robben (54.) dahin. Der Anschlusstreffer von Milivoje Novakovic (63.) nutzete nichts. Müller (85.) legte für die Bayern nochmals nach.

Hoffenheim unter Herthas Aufstiegs- und Hinrundencoach Markus Babbel leistete auch keine entscheidende Hilfe mehr. Ben-Hatiras zweiter Treffer versetzte Berlin schon in Feierstimmung. Marvin Compper (85.) sorgte für letzte Zitter-Minuten, doch dann konnte auch Hertha-Coach Otto Rehhagel jubeln. Seine Rettungsmission könnte er in der Relegation am 10. und 15. Mai doch noch zu einem glücklichen Ende führen.

Nach dem besiegelten Abstieg kam es im Kölner Stadion zu Ausschreitungen, Rauchbomben wurden gezündet. Schiedsrichter Florian Mayer beendete die Partie einige Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit, damit beide Teams sicher in die Kabinen kamen. Die Polizei hatte sich schon zehn Minuten vor Spielende vor der Südtribüne aufgestellt.

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HSV schlecht wie nie

In bedeutungslosen Spielen gewann Champions-League-Qualifikant Borussia Mönchengladbach mit 3:0 in Mainz. Marco Reus verabschiedete sich mit zwei Toren zum deutschen Meister Dortmund. Der FC Augsburg bezwang den Hamburger SV mit 1:0 und schob sich auf Platz 14. Bundesliga-Dino HSV rutschte auf Platz 15. Schlechter waren die Hamburger in 49 Bundesliga-Jahren nicht.

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