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Sport Fußball
12/05/2011

Harnik trifft, Stuttgart verliert

Der Teamspieler erzielt beim 1:2 gegen den Hamburger SV seinen vierten Saisontreffer für den VfB.

Ein Treffer von Stuttgart-Legionär Martin Harnik gegen den HSV waren für drei Punkte zu wenig - vier Tage nach der Entlassung von Trainer Michael Oenning haben die Hamburger auf den Erfolgsweg zurückgefunden. Nach Harniks Tor zum 1:0 in der 18. Minute trafen Jeffrey Bruma (51.) und Robert Tesche (67.) zum Sieg für den HSV.

"Wir mussten unbedingt das Spiel gewinnen, und das haben wir auf dem Platz gezeigt. Wir haben an den Sieg geglaubt, die drei Punkte waren verdient", kommentierte Cardoso den ersten HSV-Triumph nach zuletzt 13 Bundesliga-Partien ohne Sieg. In vielen Einzelgesprächen hatte der gebürtige Argentinier versucht, seine schwächelnden Profis im Spiel eins nach Oenning zu stabilisieren und ein "bißchen Leben" einzuhauchen. Spätestens in der kommenden Woche wollen die Hamburger ihren neuen Chefcoach präsentieren. Der Niederländer Huub Stevens gilt als aussichtsreichster Kandidat.

"Ganz anderer HSV"

"Nach dem 1:1 haben wir einen ganz anderen HSV gesehen", lobte Sportdirektor Frank Arnesen und bescheinigte dem 20 Jahre jungen Chinesen Zhi-Gin Lam aus der zweiten Mannschaft des HSV ein "Traumdebüt" in der deutschen Eliteklasse. Der Youngster gehörte bis zu seiner Auswechslung (65.) zu den Aktivposten.

In einer munteren Anfangsviertelstunde war von verunsicherten Gästen wenig zu sehen. Engagiert, taktisch diszipliniert und deutlich lebhafter als zuletzt versuchten die Hamburger mitzuspielen - erst nach und nach setzte sich reifere Spielanlage und größere Ballsicherheit der Schwaben durch. Ein Patzer des erneut nicht souveränen HSV-Keepers Jaroslav Drobny versetzte den Bemühungen des Schlusslichts in der 18. Minute zunächst einen Knacks. Der Tscheche konnte einen leicht abgefälschten 20-Meter-Schuss von Zdravko Kuzmanovic nicht festhalten - Harnik vollendete aus sieben Metern.

Risikobereitschaft

Vier Minuten später traf Nationalspieler Cacau nach einem erneuten Stellungsfehler von HSV-Innenverteidiger Slobodan Rajkovic nur den Pfosten, Shinji Okazaki versemmelte den Nachschuss überhastet. Statt nachzusetzen ließen die Stuttgarter aber die Konsequenz vermissen. Die offensiv verbesserten Hamburger fingen sich nach kurzen Lähmungserscheinungen wieder, nur im Spiel in die Spitze fehlte die letzte Präzision. Die Annäherungsversuche von Lam (37.) und Mladen Petric (41.) waren eher Zufallsprodukte.

Mit viel Power kam der HSV aus der Kabine, und die Risikobereitschaft wurde schnell belohnt. Eine Ecke von Gökhan Töre veredelte Innenverteidiger Bruma mit einem Flugkopfball zum verdienten 1:1 (51.) - begünstigt durch einen Fehler von VfB-Torhüter Sven Ulreich. Dennis Aogo (54.) und zweimal Töre (54./55.) vergaben sogar die Führung.

VfB-Coach Bruno Labbadia, im April 2010 als Trainer beim HSV entlassen, versuchte sein Team wachzurütteln - vergeblich. Der HSV blieb am Drücker. Tesche gelang nach einer erneuten Ecke von Töre mit einem fulminanten Volleyschuss das 2:1 (67.). Sein anschließender Jubelsalto symbolisierte die kollektive Erleichterung der überglücklichen Gäste. Nachdem Romeo Castelen bei den Hamburgern nach knapp zweijähriger Verletzungspause ein Comeback feiern durfte (81.), rettete Drobny gegen Kuzmanovic (88.) schließlich den Sieg.

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