AEK Athens midfielder Giorgos Katidis raises his hand in a Nazi style salute as he celebrates scoring the winner in a Greek league gaame against Veria in Athens' Olympic Stadium, Saturday, March 16, 2013. AEK won the game 2-1. There has been no official reaction yet to the gesture, which has raised a storm of protest on the Internet. (AP Photo/INTIME)

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Skandal
03/17/2013

Griechischer Fußballspieler jubelt mit Hitler-Gruß

Der Verband sperrt Giorgos Katidis von AEK Athen daraufhin lebenslang für Nationalteams.

Der griechische Fußballprofi Giorgos Katidis von AEK Athen hat ein Tor mit dem Hitlergruß bejubelt und dafür heftige Kritik geerntet. Der Mittelfeldspieler hatte am Samstagabend beim 2:1 (1:0)-Sieg der Athener gegen Veria FC in der 84. Minute den Siegestreffer erzielt. Anschließend jubelte er mit ausgestrecktem rechten Arm.

Nach kritischen Stimmen von Politikern, Mitspielern und Fans verteidigte sich Katidis via Twitter: Er sei in keiner Weise rassistisch, schrieb der griechische Nationalspieler. Wenn er gewusst hätte, was das Zeichen bedeutet, hätte er es nicht getan. AEK-Coach Ewald Lienen sagte, der Spieler habe keine Ahnung von Politik.

Lebenslange Sperre für Nationalteams

Der griechische Fußballverband (EPO) hat nicht lange gefackelt und Katidis mit einer lebenslangen Sperre für alle Nationalteams bestraft. "Die Aktion des Spielers, Zuschauer mit einer Nazi-Geste zu begrüßen ist eine ernste Provokation, beleidigt alle Opfer der Nazi-Brutalität und verletzt den pazifistischen und humanen Charakter des Sport", verlautete der EPO in einem Statement.

Der Spieler bestreitet, dass er einen Nazi-Gruß benützt habe. "Ich bin kein Faschist und hätte es nicht getan, wenn ich gewusst hätte, was es bedeutet", sagte Katidis auf seinem Twitter-Account. Er erklärte er hätte auf Michalis Pavlis in den Zuschauerängen zeigen wollen, und sein Tor seinem Teamkollegen widmen wollen, der mit anhaltenden gesundheitlichen Problemen kämpfe.

Am Sonntagabend kündigte Katidis schließlich seinen Abschied von AEK Athen an. In seinem Kündigungsschreiben drückte er sein Bedauern über die Geste aus. Sie sei unüberlegt, dumm und nicht zu rechtfertigen.

"Halbbildung ist schlimmer als Unbildung, und das gilt auch in meinem Fall und für die Art, wie ich gejubelt habe", erklärte der 20-Jährige in dem Schriftstück, aus dem mehrere griechische Zeitungen zitierten.

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