Gludovatz: Foda-Rauswurf "überfällig"

Wie Foda mit der Cup-Niederlage gegen Hartberg umging, missfiel Gludovatz.

Franco Foda und Sturm Graz gehen ab Sommer 2012 getrennte Wege. Der 45-jährige Deutsche war als Spieler und Trainer... ...seit 1997 bei den Grazern tätig. Zuvor stand er bei sechs verschiedenen deutschen Mannschaften unter Vertrag und gewann mit dem 1. FC Kaiserslautern und Bayer Leverkusen den DFB-Pokal. Nach einer Saison beim FC Basel landete... ...Foda 1997 bei Sturm Graz. Mit den "Blackies" wurde der gebürtige Mainzer 1998 und 1999 österreichischer Meister und erreichte drei Mal die Champions League. In der Saison 2000/2001 schaffte es Foda mit den Grazern sogar in die Zwischenrunde der besten 16 Teams.  Nach... ...Tätigkeiten als Co-Trainer und Betreuer der Amateure löste Franco Foda 2006 Michael Petrovic als Trainer bei den Profis der Grazer ab. 2010 gewann... ...Foda mit Sturm den ÖFB-Samsung-Cup. In der Saison 2010/2011 holte der zweifache Familienvater überraschend die österreichische Meisterschaft und musste deswegen seine Haare lassen. Nach Unstimmigkeiten... ...mit dem Vorstand der Grazer wurde bereits damit spekuliert, dass der Vertrag mit Foda nicht verlängert wird. Durch die Bestellung von Paul Gludovatz als Sportdirektor wurde es sichere Gewissheit: Franco Foda und Sturm Graz gehen getrennte Wege. Nach der Cup-Blamage gegen Hartberg und seiner Beurlaubung am Donnerstag kann sich der Deutsche nun bereits vorzeitig auf Jobsuche begeben. Gludovatz: "Der richtige Zeitpunkt für den Abgang von Foda wurde schon lange verpasst."

Sturms neuer sportlicher Geschäftsführer Paul Gludovatz nennt die am Donnerstag erfolgte Beurlaubung von Trainer Franco Foda eine "überfällige Aktion".

Die Trennung hätte schon erfolgen müssen, als feststand, dass Foda in der kommenden Saison nicht mehr Sturm-Trainer sein wird.

"Das habe ich auch bei Ried so gemacht. Der richtige Zeitpunkt für den Abgang von Foda wurde schon lange verpasst", kritisiert Gludovatz. "Es hätte schon lange passieren müssen, von ihm selbst oder von anderer Seite."

Das Cup-Ausscheiden gegen Hartberg am Mittwoch und Fodas darauffolgende Wortmeldungen brachten das Fass endgültig zum Überlaufen. "Nach so einer Niederlage muss man sich vor die Mannschaft stellen. Es kann nicht sein, dass man danach die eigenen Spieler niedermacht. Man muss Mitverantwortung übernehmen", meinte Gludovatz.

Nicht fair

Der Burgenländer ist auch über Fodas Verhalten am Donnerstag enttäuscht. "Es war vereinbart, dass wir die Trennung um 17.00 Uhr in einer Aussendung bekanntgeben, aber er hat schon eineinhalb Stunden vorher mit den Journalisten geplaudert. Das ist nicht fair."

Unfair war für Gludovatz auch die Aussage des Deutschen, wonach es sich bei dessen Entlassung um einen Alleingang von Präsident Christian Jauk gehandelt habe. "Ich war nicht der Überbringer der Botschaft, sondern ein Entscheidungsträger", sagte Gludovatz.

Der frühere ÖFB-Nachwuchscoach sowie der wirtschaftliche Geschäftsführer Christopher Houben hätten Foda von der Trennung informiert - in Absprache und mit Zustimmung der Klubführung, wie Gludovatz betont.

Als Interimscoach fungiert ab sofort der bisherige Co-Trainer und Foda-Landsmann Thomas Kristl. Ihm zur Seite stehen Amateure-Betreuer Dietmar Pegam und dessen dortiger "Co" Günther Neukirchner.

Dieser Betreuerstab wird soll bis Saisonende im Amt sein, obwohl Gludovatz nach eigenen Angaben Anfang Mai das neue Trainerteam für die kommende Saison präsentieren will.

(apa / jos) Erstellt am
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