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Sport Fußball
11/05/2020

Blamage verhindert: Rapid holt knappen EL-Sieg gegen Dundalk

Erstmals gepunktet: Die Wiener enttäuschen nach der Niederlage bei Molde auch gegen Dundalk, siegen aber am Ende mit viel Mühe.

von Alexander Huber

Das Ergebnis klingt nach einem Fußballfest, aber das war das 4:3 von Rapid gegen Dundalk wahrlich nicht. Die fehlerhaften Hausherren bekamen aus drei Torschüssen drei Tore und konnten erst im Finish die Pflichtaufgabe mit ihrem ersten Dreipunkter in der Gruppe erfüllen.

RAPID WIEN - DUNDALK 4:3 (1:1)
Tore: 
0:1 (7.) Hoban, 1:1 (22.) D. Ljubicic, 2:1 (79.) Arase, 2:2 (81.) McMillan, 3:2 (87.) Hofmann, 4:2 (90.) Demir, 4:3 (96.) McMillan.
Gelbe Karten: Hofmann, Stojkovic, Sonnleitner, Schick bzw. Hoare, Cleary, Dummigan.
Rapid: Gartler - Stojkovic, Hofmann, Barac (54. Sonnleitner), Ullmann - D. Ljubicic, Petrovic (72. Grahovac) - Schick, Knasmüllner (72. Demir), Arase - Kara.
Dundalk: McCarey - Hoare, Cleary, Boyle, Leahy (65. Dummigan) - Shields - Gannon (65. Mountney), Flores (76. Murray), Sloggett, Duffy - Hoban (76. McMillan).

Vor der ersten öffentlichen Veranstaltung in Wien seit dem Terror-Anschlag war den Opfern gedacht worden. Und zwar nicht, wie oft zu sehen, für ein paar Sekunden, sondern wirklich fast eine Trauer-Minute lang.

Die Spieler bildeten einen Kreis, im Hintergrund rundete das 50 Meter breite Transparent der „Ultras“ das traurige Geschehen ab. „In Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Einer für alle – alle für Wien“ war zu lesen.

Ganz sicher nicht in Gedanken beim Geisterspiel waren die Rapidler nach dem Anpfiff. Behäbig, fehlerhaft und ohne Aggressivität wurde gestartet. Die Strafe folgte in Minute 6: Der Kopfball von Patrick Hoban wäre zu halten gewesen, doch Paul Gartler rutschte aus. Nach dem ersten Fehler der neuen Nr. 1 stand es 0:1.

Europa League - Group B - SK Rapid Wien v Dundalk

Abgezogen

Aber auch das Gegenüber patzte: Aaron McCarey konnte einen Schuss von Dejan Ljubicic aus knapp 30 Metern nicht abwehren (22.).

Bei einem Knasmüllner-Volley zeichnete sich McCarey hingegen aus (43.). Per Kopf vergaben Christoph Knasmüllner (13.) und Ercan Kara (36.). Als die Rapidler vergeblich auf einen Foulpfiff des schwachen maltesischen Schiedsrichters Farrugia Cann warteten, wurde von den stets flach kombinierenden Iren Duffy freigespielt. Max Ullmann rettete (29.).

Auch nach der Pause war das Fehlen von Taxi Fountas und Marcel Ritzmaier (erkältet) bei den zu fahrigen Hausherren nicht zu übersehen. Dann brach der verunsicherte Gartler Mateo Barac auch noch die Nase (50.).

Je einen Elfmeter hätte es geben können, gespielt wurde erst wieder im Finish.

Hofmann und Kara vergaben das 2:1, geköpfelt hat es Kelvin Arase (79.). Doch eine tollpatschige Attacke von Joker Mario Sonnleitner brachte das 2:2: David McMillan verwertete den Elfer (81.).

Zumindest kämpften die Grünen gegen den Underdog. Per Kopf gelang Max Hofmann das 3:2 (87.). Erledigt war die Pflichtaufgabe aber erst durch das 4:2 von Joker Yusuf Demir (89.). Der 4:3-Endstand gelang McMillan abermals per Elfmeter mit der letzten Aktion (96.).

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