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15.05.2018

Doping-Experte darf zur WM nach Russland reisen

© Bild: APA/AFP/dpa/JENS WOLF

Der deutsche Aufdecker-Journalist Hajo Seppelt bekam doch eine Einreisegenehmigung. Doch das sei nur ein "Zwischenerfolg".

Die russische Regierung hat das Einreiseverbot für den ARD-Dopingexperten Hajo Seppelt zur Fußball-WM aufgehoben. Das teilte der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) am Dienstag auf Twitter mit. Unklar ist aber offenbar noch, ob Seppelt aus Russland über die WM berichten darf. Maas sprach nur von einem „Zwischenerfolg“. Seppelt war maßgeblich beteiligt an der Aufdeckung des staatlich organisierten Dopingsystems in Russland.

"Für freie Berichterstattung"

Die russische Seite habe mitgeteilt, „dass @hajoseppelt zumindest zur WM einreisen darf. Setzen wir uns weiter für freie Berichterstattung ein“, schrieb er. Zuvor hatte stern.de darüber berichtet, dass Seppelt nun doch ein Visum bekommen soll.

Die ARD hatte am Freitag mitgeteilt, dass das vom SWR für Seppelt beantragte Visum für den Titelkampf vom 14. Juni bis 15. Juli für ungültig erklärt worden sei. Der Journalist stehe auf einer Liste der in Russland „unerwünschten Personen“ und könne daher nicht in die Russische Föderation einreisen. Die deutsche Bundesregierung hatte die russische Entscheidung am Montag scharf kritisiert.