Sport | Fußball
05.07.2017

Messi verlängert beim FC Barcelona bis 2021

Die Unterzeichnung des neuen Kontrakts bis ins Jahr 2021 werde "in den nächsten Wochen" erfolgen.

Lionel Messi wird seinen Vertrag beim FC Barcelona vorzeitig um drei weitere Saisonen bis Ende Juni 2021 verlängern. Man habe mit dem argentinischen Superstar ein entsprechendes Abkommen erzielt, teilte der spanische Klub am Mittwoch mit. Die Unterzeichnung des neuen Kontrakts werde "in den nächsten Wochen" erfolgen, hieß es. Es ist davon auszugehen, das Messi Ende Juli unterschreibt, nachdem er von seiner Hochzeit im Heimatort Rosario zurückgekehrt ist.

Messi spielt in seiner gesamten bisherigen Profikarriere für Barca, von seinem Debüt am 19. September 2005 bis heute erzielte er in 585 Pflichtspielen 510 Tore, holte vier Mal den Champions-League-Pokal, gewann acht Mal die spanische Meisterschaft und holte vier Mal die Copa del Rey. Drei Mal wurde Messi als Europas Fußballer des Jahres ausgezeichnet, sogar fünf Mal als Weltfußballer des Jahres.

Die Vertragsdetails beinhalten Medienberichten zu Folge ein Jahresgehalt von 22 Millionen und eine Ausstiegsklausel im Wert von 300 Millionen Euro.

Spekulationen

Aufgrund der Verzögerung bei der Vertragsverlängerung hatte es in den vergangenen Wochen und Monaten viele Spekulationen um die Zukunft von „La Pulga“ (der „Floh“) gegeben. Nach Medienberichten wurde der Profi unter anderem von Klubs aus der Premier League und auch von Paris Saint-Germain heftig umworben. Einige Medien hatten sogar den deutschen Rekordmeister FC Bayern München ins Gespräch gebracht.

Und es ist nicht so, dass Messi keine Gründe gehabt hätte, sein Glück woanders zu versuchen. Bei den „Blaugrana“ lief es vergangene Saison alles andere als gut. In der Champions League hatte man im Viertelfinale gegen Juventus Turin keine Chance. Und den Titel des spanischen Meisters musste man an Erzrivale und Champions-League-Gewinner Real Madrid abgeben. Dass man den spanischen Pokal holte, wurde in Barcelona nur als schwacher Trostpreis betrachtet.

An Messi lag es nicht, denn mit 37 Treffern wurde er in der Primera División erstmals nach 2013 wieder Torschützenkönig. Und in der Königsklasse traf er immerhin elf Mal. Nur Real-Stürmer Cristiano Ronaldo war dank furiosen Endspurts mit 12 Toren besser.

Neben der sportlichen Malaise hatte es auch einen privaten Rückschlag gegeben: Ende Mai hatte das Oberste Gericht eine 21-monatige Bewährungs-Haftstrafe gegen Messi wegen Steuerhinterziehung in Gesamthöhe von 4,1 Millionen Euro bestätigt. Die in Barcelona erscheinende Sportzeitung Mundo Deportivo warnte, das Urteil sei für Spaniens Fußball sehr gefährlich: „Will man denn, dass er (Messi) Spanien verlässt?“

Die Vertragsverlängerung untermauert nun auch vor dem Hintergrund der sportlichen und privaten Pleiten einen im heutigen Profifußball seltenen Treuebeweis.