Sport | Fußball
12.11.2018

Hütter schwimmt mit der Eintracht auf einer Erfolgswelle

Der Vorarlberger wird in Frankfurt nach einem mühsamen Start nun gefeiert.

Adi Hütter darf sich bei Eintracht Frankfurt über eine kaum für möglich gehaltene Wende freuen. Nach völlig misslungenem Saisonstart früh unter Druck, wird der seit Sommer bei der Eintracht an der Seitenlinie stehende Vorarlberger nun gefeiert. Das 3:0 gegen Schalke am Sonntag war der achte Sieg in den vergangenen neun Pflichtspielen. In der Bundesliga schob sich Frankfurt an den Bayern vorbei.

Vor wenigen Monaten war das Szenario noch ein anderes. Nach dem 0:5 gegen Bayern München im Supercup saß Hütter relativ bedient neben seinem Vorgänger Niko Kovac, der den Kantersieg mit den Münchnern so leicht erklärte, wie er ausgesehen hatte. Ein nachdenklicher Hütter und ein fröhlich-ausgelassener Kovac: Das sind Bilder, wie man sie in diesem Herbst nicht mehr gesehen hat.

Es folgten noch das peinliche Aus im DFB-Cup gegen Regionalligist Ulm und ein durchwachsener Start in die Liga. Seit Ende September ist die in der Sommerpause personell veränderte Eintracht aber angekommen. "Es ist wirklich ein toller Moment, wenn man auf die Tabelle schaut", sagte Hütter mit Blick auf Rang vier. Auf Tabellenführer Dortmund fehlen sieben Zähler, auf den Zweiten Mönchengladbach nur drei.

Auf den Höhenflug angesprochen, konnte Hütter nun scherzen. "Wir waren schon mal weiter unten", meinte der 48-Jährige. Am Anfang hätte man "so richtig eine auf den Deckel bekommen". Nun sei es eine schöne Momentaufnahme. Auf den Rängen in Frankfurt gleicht die Stimmung jedenfalls seit Wochen einer Dauer-Party. Und Hütter ist auf einmal der große Gewinner.

Vor allem die deutlich verbesserte Offensive ist ein Verdienst des ehemaligen Salzburg-Meistermachers. Aus der bissigen und kompakten Kovac-Eintracht ist eine spielstarke und kombinationssichere Hütter-Eintracht geworden. Gegen Schalke ließ der Österreicher drei Stürmer einlaufen. Neben dem 20-jährigen serbischen Matchwinner Luka Jovic (61., 73.) traf auch Sebastien Haller (80.) erneut. Der im Sommer heiß umworbene Vizeweltmeister Ante Rebic läuft nun als Spielmacher auf und glänzt derzeit auch ohne eigene Tore.