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25.11.2018

Erster Liga-Sieg für St. Pölten unter Popovic

Der 2:0-Heimerfolg gegen Innsbruck geht aufgrund der starken zweiten Hälfte in Ordnung.

Der SKN St. Pölten hat am Sonntag im fünften Versuch den ersten Bundesliga-Sieg unter Trainer Ranko Popovic eingefahren. Die Niederösterreicher setzten sich vor eigenem Publikum gegen Wacker Innsbruck dank Treffern von Taxiarchis Fountas (82.) und Robert Ljubicic (90.) mit 2:0 durch und sprangen in der Tabelle auf Rang drei. Für die Tiroler gab es nach fünf Runden wieder eine Niederlage.

In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer ein von Kampf und Krampf geprägtes Spiel, in dem es nur eine nennenswerte Torszene gab. In der 25. Minute kam St. Pöltens Robert Ljubicic nach Flanke von Manuel Haas am Fünfer völlig frei zum Kopfball, bugsierte den Ball jedoch deutlich neben das Tor.

Pak mit dem Fehlschuss des Jahres

In der zweiten Hälfte schien der triste Kick seine Fortsetzung zu nehmen, dann aber erhöhte St. Pölten den Druck und erarbeitete sich auch Top-Chancen. So brachte Pak Kwang-ryong in der 64. Minute das Kunststück zustande, nach Vorarbeit von Rene Gartler nicht einmal einen Meter vor dem leeren Tor drüber zu schießen.

Sechs Minuten später kam Luca Meisl im Zuge eines Eckballs aus etwa vier Metern zum Schuss, beförderte den Ball allerdings klar über die Querlatte. In der 78. Minute betätigte sich Pak neuerlich als Vernebler, als er eine Maßflanke von Gartler aus guter Position per Kopf nicht im Netz unterbrachte.

Ausgekontert

Schließlich brach Fountas den Bann. Wacker-Goalie Christopher Knett wehrte den Ball auf den Körper des Griechen, der danach das Spielgerät aus spitzem Winkel im Tor versenkte - 65 Sekunden nach seiner Einwechslung. Stefan Meusburger hatte das kurze Eck nicht abgedeckt. Dem Tor war aber möglicherweise ein Foulspiel von Pak vorausgegangen.

Im Finish warfen die ohne ihren verletzten Goalgetter Zlatko Dedic angetretenen Innsbrucker alles nach vorne, St. Pölten nützte die dadurch entstehenden Räume. Der eingewechselte Husein Balic lief der Gäste-Abwehr davon und legte für Ljubicic auf, der nur noch vollenden musste (90.).

"In der ersten Hälfte waren wir zu hektisch. Im Laufe der Partie haben wir dann besser und mit Freude gespielt. Es ist immer schön, wenn man gewinnt, aber den Druck, gewinnen zu müssen, habe ich nie gespürt", resümierte Popovic. Sein Kollege Daxbacher sah die Niederlage seines Teams nüchtern: "Aufgrund der zweiten Hälfte war der Sieg von St. Pölten verdient. In der ersten Hälfte waren wir die bessere Mannschaft, aber der SKN war nach dem Seitenwechsel viel aktiver. Durch die letzten guten Ergebnisse sind wir in die Position gekommen, aufs obere Play-off zu schauen, aber das wird natürlich ganz schwer".