Skeptischer Blick: Austria-Trainer Manfred Schmid am Samstag in Wolfsberg

© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Sport Fußball
10/02/2021

Wolfsberg beendet die Erfolgsserie der Austria

Nach sechs Spielen ohne Niederlage unterlagen die Wiener beim WAC mit 0:1. Admira - Altach 2:0, Ried - Klagenfurt 1:1.

Knapp, aber doch: Die Austria verlor beim WAC mit 0:1, kassierte damit die erste Liga-Niederlagen nach sechs Spielen. Während die Kärntner in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie eine Chance nutzten und danach geschickt verteidigten, fehlte es den Wienern einmal mehr an Durchschlagskraft.

Austria-Trainer Manfred Schmid hat aus der Not eine Tugend gemacht, setzt auf die Jugend. Damit ist er zuletzt auch gut gefahren, die Veilchen waren vor der gestrigen Partie sechs Liga-Spiele ungeschlagen, haben sich in der Tabelle stetig nach oben gearbeitet. Auch in Wolfsberg standen wieder gleich vier Teenager in der Startelf: Eric Martel (19), Muharem Huskovic (18), Matthias Braunöder (19) und Leonardo Ivkic (18).

Die erste Chance in einer ausgeglichenen ersten Hälfte hatte aber Routinier Marco Djuricin. Ihm fehlte es nach einem Lochoshvili-Patzer aber an Präzision (4.). Auf der anderen Seite hatte Tai Baribo sein Visier noch nicht genau eingestellt (7.). Der WAC probierte das Spiel immer wieder schnell zu machen, die Gäste aus Wien standen jedoch gut, ließen kaum etwas zu. Mit Ausnahme der 36. Minute. Da nahm Eliel Peretz einen Abpraller volley, Tormann Patrick Pentz konnte sich jedoch auszeichnen (36.).

Alles rechnete schon mit einem 0:0 zur Pause, da gab es doch noch zwei Aufreger. Zunächst verfehlte Djuricin erneut knapp. Praktisch im Gegenzug machte es Baribo besser, lenkte eine Jasic-Flanke zum 1:0 ins Tor (43.).

Schlussoffensive fehlt

Die jungen Veilchen versuchten nach dem Seitenwechsel alles, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. Doch der WAC verteidigte den knappen Vorsprung geschickt. Trainer Schmid brachte mit Noah Ohio (18) einen weiteren Teenager, wollte damit die Schlussoffensive einläuten. Doch auch mit ihm fehlte den Gästen weiter die Durchschlagskraft. Weil Djuricin im Strafraum ein Luftloch schlug (86.), bleib es beim 0:1.

1:0 Baribo (43.)
WAC (4-3-1-2): Kofler; Jasic, D. Baumgartner (76. Henriksson), Lochoshvili, Dedic; Leitgeb, Peretz (76. Dieng), Taferner; Liendl (64. Stratznig); Röcher, Baribo. - Austria (5-3-2): Pentz; Ivkic, Handl, Mühl, Suttner, Jukic (46. Keles); Braunöder (72. Ohio), Martel, Fischer; Huskovic (72. Grünwald), Djuricin. - Gelb: Liendl, Peretz, Tafener; Mühl, Keles. – Lavanttal-Arena, 2.795, SR Ebner.

Schauplatz Südstadt

Zum 250. Mal absolvierte Thomas Ebner ein Spiel in der Bundesliga. Und der 29-jährige Mittelfeldspieler beschenkte sich selbst zum Jubiläum. Ein Freistoß von Kerschbaum wurde von der Mauer geblockt, Ebner fiel der Ball vor die Beine und aus dem Stand traf er aus 13 Metern zum 1:0 für die Admira  gegen Altach (8.). Es war das erst fünfte Bundesliga-Tor für den Niederösterreicher.

Auch sonst war einiges los in der Südstadt. Altachs Strauss rannte Schiedsrichter Grobelnik über den Haufen. Der Unparteiische machte einen eleganten Purzelbaum und lief weiter; Admiras Kerschbaum vergab knapp; Altachs Bischof scheiterte nach Idealzuspiel von Admiras (!) Kronberger kläglich (39.).

Viel besser machte es die Admira, die eine Menge Spielfreude und Kreativität in der Offensive zeigte. Marlon Mustapha ließ einige Male sein Können aufblitzen, der U-21-Teamstürmer traf zum 2:0 für die Admira.

Trainer Andreas Herzog ist mit der Admira zumindest bis Sonntagnachmittag auf Rang fünf der Tabelle.

1:0 Ebner (8.), 2:0 Mustapha (52.)
Admira (4-2-3-1): Leitner; Zwierschitz (62. Schmiedl), Datkovic, Bauer, Ostrzolek; Ebner (75.  Lukacevic), Malicsek; Ganda (94. Starkl), Kerschbaum, Kronberger (75. Elmkies); Mustapha. - Altach (3-5-2): Casali; Zwischenbrugger, Dabanli, Ndiaye (63. Meilinger);  Mischitz (72. Abdijanovic), Strauss (63. Tartarotti), Haudum, Thurnwald, Edokpolor (81. Schreiner);  Bischof (72. Bukta), Nuhiu.
Gelb: Malicsek, Ostrzolek, Kerschbaum, Datkovic; Nidaye, Mischitz, Nuhiu, Zwischenbrugger, Tartarotti.
BSFZ-Arena, 1.450, SR Grobelnik.

Schauplatz Ried

Eine Halbzeit lang konnte Christian Heinle zufrieden sein mit seinem Debüt auf der Rieder Trainerbank. Der 36-Jährige musste für Chefcoach Andreas Heraf einspringen, der wegen einer Kehlkopfentzündung für mehrere Wochen ausfällt.

Nach vier Minuten hatte der Interimstrainer bereits Grund zum Jubeln. Mit dem ersten Angriff brachte Chabbi die Hausherren in Führung (4.). Ried diktierte gegen passive Klagenfurter das Spiel, ließ in den ersten 45 Minuten allerdings zu viele Torchancen liegen.

Das sollte sich rächen, denn nach der Pause drehte der Aufsteiger – vermutlich nach einer Kabinenpredigt von Coach Peter Pacult – auf und kam durch Gemicibasi rasch zum Ausgleich (56.). In der Folge setzten sich die Gäste in der gegnerischen Hälfte fest und fanden im Fünf-Minuten-Takt hochkarätige Chancen vor. Greil und Rieder verfehlten knapp das Tor, gegen Greil und Wimmer rettete Ried-Goalie Sahin-Radlinger in extremis.

Nach der starken ersten Halbzeit war das Unentschieden für die Hausherren am Ende sehr schmeichelhaft.

1:0 Chabbi (4.), 1:1 Gemicibasi (56.)
Ried (5-3-2): Sahin-Radlinger; Wießmeier, Reiner, Lackner (69. F. Seiwald), Plavotic, Offenbacher (69. Ziegl);  Stosic, Satin, Nutz; Chabbi (60. Mikic), Pomer. - A. Klagenfurt (4-3-3) Menzel; Paul, Mahrer, Wimmer, Schumacher; Cvetko, Greil, Gemicibasi; Timossi Andersson (79. Maciewski), Pink, Rieder. - Gelbe Karte: Mahrer. - Josko-Arena, 4.100, SR Kijas.

Admiral Bundesliga 2021/2022

Grunddurchgang

PLVEREINSPSUNTOREDiff.PUNKTE
1Salzburg11101027:62131
2Sturm Graz1172227:131423
3Wolfsberger AC1143415:19-415
4Austria Klagenfurt1135317:18-114
5Hartberg1134420:19113
6Admira1134415:15013
7Ried1134414:23-913
8Rapid Wien1133516:16012
9Austria Wien1126314:14012
10LASK Linz1124510:15-510
11Rheindorf Altach112458:16-810
12Wattens1116415:24-99
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