APA14088504-2 - 10082013 - WOLFSBERG - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen RZ Pellets WAC und FC Wacker Innsbruck am Samstag, 10. August 2013, in Wolfsberg: Im Bild FC Wacker Innsbruck-Spieler Roman Wallner nach eine vergebenen Elfmeter. APA-FOTO: GERT EGGENBERGER

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Bundesliga-Nachkritik
08/18/2013

Frustbewältigung der unglücklichen Verlierer

Roman Wallner ärgerte sich über sich, Jörg Siebenhandl über seine Kollegen.

Als nach 75 Minuten der Stadionsprecher in Innsbruck den Man of the Match präsentierte, den die Fans am Tivoli via SMS küren können, brandete Jubel auf: Roman Wallner erhielt die überflüssige Auszeichnung, weil ihm in der ersten Halbzeit gegen Ried sein 100. Bundesligator geglückt war.

Hätte die Wahl – wie anderswo üblich – nach den obligatorischen 90 Minuten stattgefunden, Roman Wallner wäre wohl nicht mehr zum Mann des Spiels gekürt worden. Der zweite verjuxte Elfmeter binnen einer Woche setzte dem Jubilar ordentlich zu. „Jetzt hab’ ich uns schon wieder Punkte gekostet. Ich kann mich über das 100. Tor nicht freuen.“

Noch finsterer als der Jubilar schaute nach dem 2:3 gegen Ried freilich der Innsbrucker Debütant drein. Der erste Auftritt des neuen baskischen Abwehrchefs Jaio, der zwei Gegentreffer verschuldete, kam nicht nur Trainer Roland Kirchler spanisch vor. „Das war ein blödes Debüt, seine Außendarstellung ist jetzt natürlich schlecht. Ich werde ihn fragen müssen, ob er das nächste Mal überhaupt spielen will“, meint der Coach, der sich ebenfalls einige Häme gefallen lassen musste. In den vier Partien, in denen er auf der Tribüne seine Sperre absitzen musste, blieb Wacker ungeschlagen. Kaum ist Kirchler in die Coaching-Zone zurückgekehrt, setzte es die erste Saisonniederlage. „Ich und wir sind die Nackenschläge gewöhnt. Wir werden das verkraften.“

Rundumschlag

Das 0:5 von Wiener Neustadt gegen die Austria war mehr als nur ein Nackenschlag. Es war eine Ohrfeige. Und eine, die einer nicht wegstecken konnte: Torhüter Jörg Siebenhandl, der mit einigen tollen Paraden eine noch höhere Abfuhr verhindert hatte.

Der legte los im Sky-Interview nach der Pleite: „Wir laufen von Anfang an nur hinterher. Dann kriegen wir ein Tor, und alles ist nur negativ. Jeder regt sich über den anderen auf, anstatt in den Aktionen zuvor den Mund aufzumachen“, sagte der 23-Jährige sichtlich erregt.

Siebenhandl verriet auch, was sich in Wiener Neustadt schleunigst ändern muss: „Wir müssen einmal im Training richtig Gas geben. Man muss 100 Prozent geben. Wenn sie das nicht machen, dann wird es im Match auch nichts werden.“

Begeistert war sein Chef nicht über die harsche Kritik des Torhüters. „Ich glaube, da sind die Emotionen im Spiel gewesen. Das verstehe ich auch, wenn man als Tormann fünf Trümmer kriegt“, meinte Heimo Pfeifenberger, der den Vorwurf der laschen Trainingseinstellung aber nicht stehen lassen wollte: „Wir haben in der vergangenen Woche sehr gut trainiert. Und wir haben gegen den WAC und in Ried bewiesen, dass wir eine Mannschaft sind.“

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