Sport | Fußball 05.12.2011

Freude bei Rapid, Ärger in Salzburg

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Hofmann und Burgstaller harmonierten perfekt beim Sieg der Wiener über durchwegs enttäuschende Bullen.

Der SK Rapid hat sich in der Fußball-Bundesliga im Kampf um die Spitzenpositionen endgültig zurückgemeldet und damit gleichzeitig Red Bull Salzburg noch tiefer in die Krise geschossen. Durch das 4:2 am Sonntag im Hanappi-Stadion behaupteten die Hütteldorfer Rang drei und kamen bis auf drei Punkte an die Admira heran. Die fünftplatzierten "Bullen" hingegen stecken nach der siebenten sieglosen Liga-Partie in Folge mit sieben Punkten Rückstand auf Platz eins im Niemandsland fest.

Die Hoffnungen von Trainer Ricardo Moniz auf eine Trendwende gegen Rapid wurden bitter enttäuscht - seine Mannschaft präsentierte sich über weite Strecken ideen- und vor allem leidenschaftslos. "Die Disziplin und Leidenschaft waren sehr schwach, und das, obwohl es für uns ein Spiel des Lebens war", sagte der Niederländer. Moniz bezeichnete den Auftritt des Vizemeisters als "extra-peinlich" und sprach von "gefühlten 80 Prozent verlorenen Zweikämpfen".

Ursachenforschung und Schuldfrage

Neben der schlechten Einstellung nannte der Trainer unter anderem das Verletzungspech der vergangenen Wochen, das fehlende Selbstvertrauen und auch das mangelnde Potenzial als weitere Gründe für die Misere. Vom Aufgeben will Moniz aber nichts wissen: "Eine Trainerdiskussion gibt es vielleicht von außen, aber nicht von mir. Als Trainer muss man immer stark und positiv bleiben."

Für Roman Wallner ist die Misserfolgsserie nicht auf den Betreuer zurückzuführen. "Nach so einem Match muss sich jeder von uns einen Spiegel vorhalten und fragen, ob er alles gegeben hat", sagte der Schütze des zwischenzeitlichen 1:1.

Assistgeber und Vollstrecker

Jubel in Wien: Rapid fehlen nur noch drei Punkte auf Tabellenführer Admira.
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Während die Salzburger im Mittelmaß versinken, dürfte Rapid den holprigen Saisonstart endgültig überwunden haben. Insbesondre Steffen Hofmann präsentiert sich in alter Stärke und harmoniert derzeit hervorragend mit Guido Burgstaller. "Ich spiele mit Steffen sehr gern zusammen" meinte der Stürmer nach dem Sonntagsspiel, "er kennt meine Laufwege."

Zu Saisonbeginn wurde Burgstaller noch von einer schweren Knieverletzung zurückgeworfen, mittlerweile ist er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. "Man schießt nicht alle Tage gegen Salzburg drei Tore. Ich bin sehr froh, dass es für mich hier jetzt so gut klappt."

Sonderlob

Das gegen Salzburg praktizierte 4-2-3-1-System mit Burgstaller als Speerspitze und Hofmann als Freigeist dahinter funktionierte nahezu perfekt, was allerdings nicht bedeutet, dass Rapid permanent mit dieser Variante agieren wird. "Wir sind damit oft gut gefahren, aber wir werden auch wieder mit zwei Stürmern spielen", kündigte Hofmann an.

Der Deutsche erhielt von Peter Schöttel ebenso ein Sonderlob wie die laut dem Coach bereits abgeschriebenen Jürgen Patocka, Markus Katzer und Markus Heikkinen. Natürlich hatte der Trainer ebenfalls anerkennende Worte für den Dreifachtorschützen Burgstaller, laut Schöttel ein potenzieller Teamspieler, auch weil er variabel einsetzbar ist.

Der erste Treffer Burgstallers entstand aus einer Freistoß-Variante, die am Sonntagvormittag von Assistenz-Trainer Thomas Hickersberger einstudiert wurde - der Sohn von Ex-Teamchef Josef Hickersberger praktizierte diese Finte bereits Ende der 1990er-Jahre bei Vorwärts Steyr.

Es warten Mattersburg und Kapfenberg

Für Rapid geht es nun in den kommenden Wochen mit einem zumindest laut Papierform vielversprechenden Programm weiter. Vor der Winterpause warten noch Mattersburg, Kapfenberg (jeweils auswärts), Wacker Innsbruck und Admira (jeweils daheim). "Wenn wir in Mattersburg und Kapfenberg verlieren, haben wir wieder Diskussionen. Aber wir können jetzt in der nächsten Woche ruhig arbeiten und wollen bis Winter den Abstand so weit wie möglich verringern", meinte Schöttel.

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Erstellt am 05.12.2011